Warmwalzwerk Jubiläumsproduktion im Werk Beeckerwerth

Redakteur: Stéphane Itasse

Das Warmbandwerk 2 von Thyssen-Krupp Steel Europe in Beeckerwerth hat jetzt die 200-millionste Tonne Stahl seit Produktionsbeginn hergestellt. Die vor fast 50 Jahren in Betrieb gegangene Anlage ist ein Kernaggregat auf dem Werksgelände im Duisburger Norden, wie der Stahlkonzern mitteilt.

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Geschafft: 200 Mio. t Stahl hat das Warmwalzwerk Beeckerwerth seit der Inbetriebnahme produziert – die Mitarbeiter können stolz sein.
Geschafft: 200 Mio. t Stahl hat das Warmwalzwerk Beeckerwerth seit der Inbetriebnahme produziert – die Mitarbeiter können stolz sein.
(Bild: Thyssen-Krupp)

Die Halle des Warmbreitbandwerks ist mit einer Länge von über 570 m nach wie vor eine der größten Produktionsstätten bei Thyssen-Krupp und in der deutschen Industrie, wie es weiter heißt. Im sogenannten WBW 2 seien insgesamt rund 520 Mitarbeiter beschäftigt.

Vier Warmbandwerke von Thyssen-Krupp Steel Europe liefern Basis für Flachstahlprodukte

Warmband ist die Basis aller Flachstahl-Produkte von Thyssen-Krupp Steel Europe, wie das Unternehmen erläutert. Der Stahlkonzern betreibe vier Warmbandwerke mit einer jährlichen Produktion von fast 12 Mio. t: die Warmbandwerke 1 in Bruckhausen und 2 in Beeckerwerth sowie eine Gießwalzanlage am Standort Duisburg; hinzu komme in Bochum das Warmbandwerk 3.

Bei der Warmband-Fertigung werden Stahlblöcke bei mehr als 1000 °C in mehreren, hintereinander liegenden Walzgerüsten zu dünnen Blechen gewalzt, wie es heißt. Dieses Material werde von den Kunden entweder direkt eingesetzt oder an den Standorten von Thyssen-Krupp Steel Europe weiterverarbeitet und dann zum Beispiel an Automobilhersteller ausgeliefert.

Modernisierung des Warmbandwerks Beeckerwerth geht weiter

Das Warmbandwerk in Beeckerwerth ist mit einer Kapazität von mehr als 400.000 t pro Monat das größte von Thyssen-Krupp Steel Europe. Die Planungsarbeiten zum Bau der Anlage dauerten vor Inbetriebnahme insgesamt zwei Jahre. Im Dezember 1962 sei die erste Stütze für die Walzwerkshalle gesetzt worden. Nach einer Montagezeit von 16 Monaten seien im April 1964 die ersten Walzungen gestartet.

In den zurückliegenden Jahren wurde das WBW 2 umfangreich modernisiert, wie der Stahlkonzern berichtet. So sei eine neue Intensivkühlung installiert worden, mit der Thyssen-Krupp Steel Europe unter anderem das Produktspektrum bei höherfesten Stählen für Öl- und Erdgaspipelines ausgebaut habe. Zusätzliche Investitionen gingen in eine rechnerbasierte Steuerung der Vor- und Fertigstraße und in die Ausstattung weiterer Walzantriebe mit Großmotoren. Die Erneuerung der Anlagen für Transport und Lagerung der fertigen Warmband-Coils soll in einem nächsten Schritt erfolgen.

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