Fraunhofer IFAM

Klebeband zum Beizen von Aluminium vorgestellt

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Klebeband zum Beizen erfordert völlig neuartigen Klebstoff

Dazu war die Entwicklung eines völlig neuen Klebstoffs erforderlich: Einerseits soll sich das Beizklebeband wie ein gewöhnliches Klebeband auftragen und danach rückstandsfrei abziehen lassen. Andererseits müssen alle für den Beizprozess notwendigen Chemikalien in den Klebstoff integriert werden.

„Für das Beizen wird ein hoher Wasseranteil im Klebstoff benötigt. 95 % aller herkömmlichen Klebstoffe für Klebebänder sind jedoch lösemittelbasiert und funktionieren nicht mehr, sobald Wasser mit ins Spiel kommt“, schildert Dr. Malte Kleemeier aus dem Bereich Klebstoffe und Polymerchemie die Herausforderung. Den Fraunhofer-IFAM-Wissenschaftlern gelang es nach Angaben des Instituts, auf Grundlage wasserlöslicher Polymere eine geeignete Klebstoffformulierung zu entwickeln.

Beizen mit Klebebändern ist sicher, einfach und umweltfreundlich

Die Technik sei ebenso leistungsfähig wie das Beizen mit Pasten, Sprays oder in Beizbädern. Das hätten praktische Tests gezeigt. Im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren falle kein Spülwasser an, das entsorgt werden muss. Es reiche aus, das Bauteil nach dem Abziehen des Beizklebebands mit einem feuchten Tuch kurz abzuwischen. „Die Beizklebebänder sind einfach, sicher und umweltfreundlich zu handhaben“, fasst Kleemeier die Vorteile zusammen.

Die Forscher entwickelten das neue Klebeband in Zusammenarbeit mit Industriepartnern, unter anderem aus der Luftfahrt- und Automobilbranche. Gerade in Bereichen mit hohen Qualitätsstandards kann das Klebeband seine Vorteile ausspielen. Im letzten Jahr wurde die Entwicklung mit dem „Surfair Award for Innovation“ ausgezeichnet.

Im nächsten Schritt will das IFAM die Bänder zusammen mit seinen Partnern zur Fertigungsreife bringen. Gleichzeitig testen sie, ob sich das Beizklebeband für andere Werkstoffe, zum Beispiel Edelstahl, nutzen lässt.

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