Salvagnini / Baumer Electric Kosteneffiziente Kraftmessung mit Dehnungssensoren

Autor / Redakteur: Daniel Hunold / M.A. Frauke Finus

Das P1 Biegezentrum von Salvagnini ist mit der innovativen MAC-2.0-Technologie ausgestattet. Diese erkennt Materialabweichungen während des Biegevorgangs und kompensiert sie automatisch. Das reduziert Ausschuss und verbessert Produktionszeiten sowie Produktivität. Die Dehnungssensoren DSRT von Baumer leisten einen entscheidenden Beitrag dazu.

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In der Manipulationseinheit regelt der Dehnungssensor DSRT von Baumer die Blechhaltekraft sicher und zuverlässig.
In der Manipulationseinheit regelt der Dehnungssensor DSRT von Baumer die Blechhaltekraft sicher und zuverlässig.
(Bild: Baumer)

Seit 50 Jahren entwirft, konstruiert und verkauft Salvagnini Maschinen und flexible Systeme für die Blechbearbeitung: Stanzmaschinen, Biegezentren, Abkantpressen, Faserlaserschneidmaschinen, FMS-Linien, automatische Blechlager und Software. Am Standort Ennsdorf in Österreich produziert das Unternehmen im Jahr etwa 100 vollautomatische Biegeautomaten. Dort wird auch das elektrische Biegezentrum P1 hergestellt. Mit einem Platzbedarf von nur 8 m2 und einem durchschnittlichen Energieverbrauch von 3 kW ist es Salvagninis Antwort auf die steigenden Anforderungen aus dem Markt.

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Die Biegeeinheit ist das operative Herzstück des Biegezentrums. Sie besteht aus dem Biegewangenträger mit dem oberen und unteren Kantwerkzeug, dem Blechniederhalter, dem Gegenhalter und dem Manipulator. Für den Biegevorgang bewegt der Manipulator die Blechtafel in die gewünschte Richtung und bringt die zu kantende Seite des Werkstückes vor der Biegeeinheit in die richtige Position. Der Niederhalter klemmt das Blech ein und hält es während der gesamten Bearbeitung fest. Mit kontrollierten Bahnbewegungen führen die Biegewangen in schneller Folge Abkantungen nach oben oder unten aus. Im Gegensatz zu traditionellen Abkantpressen mit nur einer Winkelgröße, kann das P1 Biegezentrum mit der patentierten Biegekinematik je nach Einstellung Winkel und Bögen unterschiedlichster Größen und Durchmesser erstellen. Das ermöglicht eine vielseitige Produktion von Profilen, Paneelen und anderen Halbfabrikaten.

Schnell bewegen ohne zu verrutschen

Das P1 schafft eine Biegung in weniger als zwei Sekunden mit nur einem Werkzeug. Dabei wirken verschiedene Kräfte auf das Werkstück ein. Diese müssen genau eingestellt und zuverlässig gemessen werden. Die Presskraft des Manipulators darf nicht zu groß sein. Sie führt sonst zu Abdrücken auf dem Blech. Gleichzeitig muss seine Haltekraft ausreichen, um das Werkstück mit größtmöglicher Geschwindigkeit sicher zu bewegen, ohne dass es verrutscht. Ein am Maschinenrahmen angebrachter Dehnungssensor DSRT von Baumer Electric meistert diese scheinbar gegensätzlichen Forderungen souverän. Er ist er sehr weich, reagiert schnell und kann selbst kleinste Dehnungen oder Stauchungen präzise erfassen.

Auch bei der Kraftüberwachung der Biegewangen spielt er seine Stärken aus. Je nach Winkelgröße wenden die Wangen mehr oder weniger Kraft für die Verformung des Werkstückes auf. Diese in jedem Fall vordefinierte Kraft darf sich über den ganzen Zyklus hinweg nicht über die Toleranzgrenzen hinaus bewegen. Der DSRT ist langzeitstabil. Einmal eingestellt, garantiert er kontinuierliche Winkelgenauigkeit bei allen Messungen. Zu Qualitätszwecken können die Messwerte protokolliert werden. Dank der MAC-2.0-Technologie hängen gute Biegeresultate nicht länger von der Materialqualität ab. Hauptzeitparallel überwachen die Dehnungssensoren DSRT die Beschaffenheit der zu bearbeitenden Bleche. Stellen sie Abweichungen außerhalb der Toleranzgrenze fest, lösen sie Bewegungsanpassungen der Biegewangen aus. Unregelmässigkeiten im Material werden dadurch automatisch kompensiert.

Kosten für Beschaffung und Logistik niedrig

„Mit den universell einsetzbaren Dehnungssensoren DSRT von Baumer haben wir die optimale Komponenten für unsere innovativen Biegemaschinen gefunden“, bestätigt Peter Mascher, Leiter Elektrotechnik bei Salvagnini. „Wir sind sehr zufrieden. Mit nur einem Sensor decken wir mehrere Applikationen ab. Das hält unsere Kosten für Beschaffung und Logistik niedrig. Er braucht nicht an das Design unserer Maschinen angepasst, sondern kann einfach auf die ideale Stelle aufgeschraubt werden. Dadurch sparen wir Zeit bei Entwicklung, Montage und Service und können all diese Vorteile an unsere Kunden weitergeben“.

Der einzigartige mechanische Aufbau des Sensors ist auf eine möglichst geringe Beeinflussung der Maschinenstruktur ausgelegt. Das ermöglicht ausgezeichnete Messergebnisse und eine zuverlässige und genaue Prozessteuerung. Die Sensoren gibt es mit verschiedenen Messbereichen von 100 μɛ - 750 μɛ und den Ausgangssignalen Spannungsausgang +/- 10 DVC, Passiv und mit Can-Open-Schnittstelle.

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