Kreislaufwirtschaft Kunststoffe werden wieder zu Öl – Extruder helfen!

Redakteur: Peter Königsreuther

Pseudofossile Wiedergeburt ohne Wald, Druck und Jahrmillionen: Aus Altkunststoffen wieder Öl und Kraftstoff zurückgewinnen! Battenfeld-Cincinnati-Extruder sind ein Teil davon...

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Dieser Highspeed-Extruder von Battenfeld-Cincinnati schmilzt und entgast Granulat aus Altkunststoffen. Er soll dabei helfen, aus nichtrecycelbaren Kunststoffen wieder Öl und Krafstoffe machen – das geht!
Dieser Highspeed-Extruder von Battenfeld-Cincinnati schmilzt und entgast Granulat aus Altkunststoffen. Er soll dabei helfen, aus nichtrecycelbaren Kunststoffen wieder Öl und Krafstoffe machen – das geht!
(Bild: Battenfeld-Cincinnati)

Nicht recyclebarer Kunststoff ist laut Aussage der involvierten Experten eines der Hauptprobleme der heutigen Zeit. Unterschiedliche Methoden garantierten zwar die

Separierung in der Müllaufbereitung und so die Wiederverwertung von Kunststoffen, doch seien nach wie vor hohe Verluste an der Tagesordnung. Denn zum einen können Kunststoffe nicht unendlich oft aufbereitet und erneut verwendet werden, und zum anderen ist die sortenreine Separierung oft ein Problem, so dass sich eine große Menge einer nicht wiederverwendbaren Mischfraktion ergibt, wie es weiter heißt. Und diese wird in der Regel verbrannt oder auf Deponien entsorgt.

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Die erste Anlage dafür steht schon in Belgien bereit

Neue Forschungsergebnisse aber zeigen, dass es wirtschaftlich möglich ist, aus diesem nicht mehr brauchbaren Kunststoff wieder Öle und Kraftstoffe zu gewinnen. So kann der Materialkreislauf dichter geschlossen werden, weil diese zurückgewonnenen Substanzen der chemischen und petrochemischen Industrie wieder zugeführt werden können, ist man sich sicher. Das niederländische Unternehmen Petrogas – Bluealp aus Eindhoven hat dafür eine Anlage über Jahre hinweg entwickelt und für Renasci im belgischen Oostende in Betrieb genommen. Dafür werden die Altkunststoffe zuvor gesammelt, zerkleinert und die Inhaltsstoffe analysiert. Danach werden Fremdstoffe herausgefiltert und das Material getrocknet und wieder Granulat daraus gemacht.

Deshalb sind Highspeed-Extruder die richtige Unterstützung

Dieses Granulat wird von Battenfeld-Cincinnati-Highspeed-Extrudern aufgeschmolzen und über Vakuumzonen entgast. Somit werden flüchtige Fremdstoffe herausgezogen und gesondert über Pumpen abgeführt. Der Highspeed Extruder bietet sich hierfür besonders gut an, meint der Hersteller, weil seine kompakte Bauweise in Kombination mit einer starken Getriebe-Antriebs-Sektion einen hohen Ausstoß erreicht. Beide Aspekte waren für die Konstruktion der Gesamtanlage entscheidend. Hinzu komme die Bedien- und Wartungsfreundlichkeit des Extruders. Speziell für diesen Anwendungsfall wurden die Verfahrenseinheit und die Schneckengeometrie neu entwickelt. Reaktoreinheiten hinter dem Extruder spalten die Schmelze dann in ihre Bestandteile auf.

Mehr über Bluealp:

Bluealp ist Teil der Mourik-Unternehmensgruppe. Mourik ist ein nie-derländisches Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von circa 430 Mio. Euro und fast 2000 Mitarbeitern, das in 45 Ländern tätig ist.

Im Bereich Engineering und Konstruktion arbeitet Bluealp sehr eng mit Petrogas Gas-Systems zusammen, das ebenfalls zur Mourik-Gruppe gehört. Petrogas verfügt über mehr als 70 Jahre Erfahrung in der Öl- und Gas- sowie (petro-)chemischen Industrie. Die Prozessmo-dule für das Bluealp-Verfahren werden in dem Petrogas Werk in Eindhoven hergestellt und montiert.

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