Schuler KWD nimmt neue Großpresse in Betrieb

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Mitte Dezember wurde symbolisch der erste Hub gemacht – gut 7 Mio. Euro hat die KWD Automotive AG & Co. KG in Radeberg in die neue Servo-Großpresse von Schuler und die entsprechende Bandanlage investiert.

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Die Servo-Großpresse wird kaltumgeformte Blechbauteile für die Automobilindustrie herstellen. Das sind zum Beispiel Dachrahmen, Querträger, B- und C-Säulen-Innenteile sowie diverse Aufprallträger.
Die Servo-Großpresse wird kaltumgeformte Blechbauteile für die Automobilindustrie herstellen. Das sind zum Beispiel Dachrahmen, Querträger, B- und C-Säulen-Innenteile sowie diverse Aufprallträger.
(Bild: KWD)

„Mit dieser neuen Presse zeigen wir nicht nur unseren Kunden, dass wir bereit sind langfristige Investitionen zu tätigen, sondern auch unseren Mitarbeitern, dass wir die Zukunft im Blick haben. Mit dieser Anlage, der größten Einzelinvestition der letzten acht Jahre, erweitern wir unser Produktportfolio und schaffen wichtige Kapazitäten für neue Aufträge. Damit sichern wir den Standort und unsere Marktposition in einem zunehmend härteren Wettbewerb“, sagte Mirko Schmidt, technischer Geschäftsführer des Standorts.

Die Servo-Großpresse konnte ohne Verzögerung neun Monate nach der Bestellung im geplanten Kosten- und Zeitrahmen fertiggestellt werden. Sie wird kaltumgeformte Blechbauteile für die Automobilindustrie herstellen. Das sind beispielsweise. Dachrahmen, Querträger, B- und C-Säulen-Innenteile sowie diverse Aufprallträger. Wenn Sie also demnächst einen neuen Golf 8 sehen, kommt beispielsweise die B-Säule Innen aus Radeberg. Dabei verfügt die Presse über die neueste Technik mit Blick auf Antrieb, Richttechnik, Ausbringung und Energieeffizienz. Pro Jahr können so etwa 8 Mio. Bauteile, wie die oben genannten, damit produziert werden. Bei einer Presskraft von bis zu 1.600 t sind maximal 40 Hub pro Minute möglich, wobei der Großteil der Presswerkzeuge zwei Bauteile je Pressenhub auswirft.

Beitrag für den Klimaschutz

„Mit der Presse investieren wir nicht nur in eine technische Innovation, sondern können durch die angewandte Servo-Antriebstechnologie und andere Module zur energieoptimalen Nutzung gleichzeitig auch unseren Energiebedarf reduzieren. Das ist auch ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz“, erläuterte Veit Lucas, Umweltbeauftragter des Unternehmens.

Die KWD AG in Radeberg ist ein mittelständisches Unternehmen – eingebunden in eine international agierende Firmengruppe und produziert Karosserieeinzelteile und -baugruppen für den Fahrzeugbau. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 516 Mitarbeiter und bildet auch den eigenen Fachkräftenachwuchs als Werkzeugmechaniker, Mechatroniker, Industrie- und Konstruktionsmechaniker sowie Fachkraft für Lagerlogistik, IT-Systemkaufleute und Industriekaufleute aus.

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