Steinbichler Optotechnik Lichte Momente für 3D-Digitalisierung und Oberflächenprüfung von Bauteilen

Redakteur: Peter Königsreuther

Wie schnell und einfach die optische Erfassung von Bauteildaten gehen kann, hat Steinbichler Optotechnik in Neubeuern gezeigt: Ob zur reinen Digitalisierung ganzer Autos im Handumdrehen oder zum berührungslosen Aufspüren von Oberflächenfehlern an Blechteilen und Autoreifen.

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Dr. Marcus Steinbichler präsentierte Entwicklungen in Sachen optischer Datenerfassung. (Königsreuther)
Dr. Marcus Steinbichler präsentierte Entwicklungen in Sachen optischer Datenerfassung. (Königsreuther)

Als klein, portabel und hochgenau wird das neue Streifenprojektionssystem Comet LED bezeichnet. Es arbeitet mit einer Blaulicht-Diode und dient zum schnellen Digitalisieren kleiner und mittelgroßer Bauteile. Seine optischen Komponenten sind staubgeschützt.

Streifenprojektionssystem für den Mittelstand

Das Streifenprojektionssystem ist mit einer 2-Megapixel-Kamera und einer festen Triangulationsbasis mit vorjustierten Objektiven ausgerüstet. So lasse sich das Messfeld in weniger als 5 min. an die Erfordernisse anpassen, war zu erfahren.

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Preislich bewege sich die Anlage im Mittelfeld und dürfte auch für den Mittelstand interessant sein, so die Aussagen. Ein Rotationstisch oder ein Rotations-Schwenktisch stehen als Zubehör bereit, um die Datenerfassung noch bequemer zu machen.

Software zur Auswertung der Messungen basiert auf Windows

Steinbichler bietet für den Comet LED eine eigene Software zur Auswertung und Aufbereitung der Daten an. Sie basiere auf Windows und ermögliche die automatische Ausrichtung einzelner Messungen mit höchster Genauigkeit, betont der Hersteller.

Der Einsatz mehrerer Prozessoren sorge für beste Datenqualität, bei hoher Rechenleistung. Das zahle sich besonders bei der Generierung von STL-Netzen aus. Die Datennachbearbeitung erfolge völlig automatisch. Für maximale Leistung kann der Anwender das System über eine COM-Schnittstellen in verschiedene automatisierte Abläufe einbinden.

Streifenprojektionssystem Comet 5 für größere Teile

Sollen größere Bauteile, etwa Autotüren, erfasst werden, bietet sich dem Kunden das Streifenprojektionssystem Comet 5 an. Das System arbeitet ähnlich dem vom Comet LED. Die Kamera nutzt hierbei ein Zoomobjektiv, um das Messfeld bequem anzupassen.

Der Comet 5 eigne sich, so Steinbichler, vor allem zum Einsatz in der Produktentwicklung und der produktionsnahen Qualitätssicherung. Mit seinem Einkamera-System könnten die Daten bis zu 6-mal schneller erfasst werden als bisher. Das Streifenprojektionssystem könne problemlos an die üblichen Robotersysteme adaptiert werden und eigne sich laut Hersteller auch für die Arbeit in vibrationsanfälliger Umgebung.

Laserscanner erlaubt Echtzeit-Digitalisierung im Handumdrehen

Ein weiteres Highlight bei der Präsentation war der handgeführte Laserscanner T-Scan 3. Der Scanner arbeitet mit einer Laserdiode, sei gut ausbalanciert und wiegt nur 1,2 kg. Mit ihm können Objekte jeglicher Größe und Struktur digitalisiert werden. Bei der Anwendung schaut das aus, als zaubere der Bediener das Objekt mit einer unsichtbaren Farbrolle auf den Bildschirm.

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