Auftragsminus Maschinen- und Anlagenbau vom Januar nicht begeistert

Redakteur: Peter Königsreuther

Drei Monate lang ging es recht gut, denn der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete wenigstens einstellige Zuwächse. Im Januar gab es aber Einbußen. Das war abzusehen, sagt der VDMA...

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VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers zum Auftragsrückschlag im Januar 2021: „Die Messlatte lag im Vergleich zum Januar 2020 recht hoch und viele Unternehmen haben die Weihnachtsurlaubszeit ausgedehnt.“
VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers zum Auftragsrückschlag im Januar 2021: „Die Messlatte lag im Vergleich zum Januar 2020 recht hoch und viele Unternehmen haben die Weihnachtsurlaubszeit ausgedehnt.“
(Bild: VDMA)

Im Januar 2021 verpassten laut VDMA-Informationen die Auftragseingänge das Vorjahresniveau um rund 10 %. Doch man brauche sich nicht wundern, das war zu erwarten, heißt es weiter. „Weil es im Januar 2020 ungewöhnlich hohe Aufträge für Großanlagengeschäfte aus dem In- und dem Ausland gegeben hatte, lag die Messlatte für den Vorjahresvergleich sehr hoch“, äußert sich VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers zu dieser Entwicklung. Hinzu komme, dass einige Unternehmen längere Werksferien genossen hätten.

Kompensatorische Effekte durch Exportkonjunktur

Die Bestellungen aus dem Inland rutschten, verglichen mit letztem Jahr, im ersten Monat 2021 um 22 % nach unten. Die Aufträge aus dem Ausland, so der VDMA, konnten diesen negativen Effekt fast ausgleichen, denn sie gingen nur um 5 % zurück. „Hier hat uns die seit einigen Monaten vergleichsweise bessere Exportkonjunktur insbesondere in Richtung Asien geholfen“, konstatiert Wiechers. Während die Aufträge aus den Euro-Ländern um 1 % rückläufig waren, kamen aus den Nicht-Euro-Ländern 6 % weniger Bestellungen, heißt es weiter.

Im weniger schwankungsanfälligen 3-Monats-Zeitraum November 2020 bis Januar 2021 stagnierte der Auftragseingang aber insgesamt im Vergleich zum Vorjahr. Aus Deutschland selbst kamen zwar 6 % weniger Bestellungen, dafür legten aber die Auslandsaufträge um 3 % zu. Aus den Euro-Ländern wurde ein Plus von 1 % verbucht, aus den Nicht-Euro-Ländern stiegen die Bestellungen um ebenfalls 3 %.

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