Anbieter zum Thema
Gefahren, Risiken und mögliche Lösungen an Schwenkbiegemaschinen
Jede Bearbeitungsmaschine birgt ihre Gefahren. Unter Einbeziehung der sicherheitstechnischen Forderungen müssen vom Hersteller Lösungen erarbeitet werden, um die Gefahren möglichst zu eliminieren.
- Eine Gefahr beim Schließen der Oberwange ist das Quetschen von Gliedmaßen (Bild 1). Das muss vermieden werden, indem ungewollte Anläufe der Oberwange sicher verhindert werden (Forderung gemäß DIN EN ISO 12100, DIN EN ISO 12622). Die Geschwindigkeit bei Gefährdungen durch Quetschen der Oberwange muss kleiner sein als 10 mm/s, sofern die Gefahr durch entsprechende Schutzeinrichtungen nicht zu 100% gebannt werden kann. Eine Lösungsmöglichkeit ist die mehrstrahlige Oberwangenüberwachung, die einen Zugangsschutz zu den Gefahrenstellen zwischen der Ober- und Unterwange sowie im Bewegungsbereich der Biegewange bildet. Sie verhindert das Einklemmen der Hände aller beteiligten Bediener gleichermaßen (DIN EN 61496-1, DIN EN 999).
- Nur die Mehrstrahligkeit der Oberwangenüberwachung bringt für den Bediener die notwendige Sicherheit (Bild 2). Drei Strahlen überwachen den Bereich zwischen der Ober- und Unterwange, ein Strahl den Biegetisch der Biegewange. Einstrahlige Systeme erkennen die Gefahr erst unmittelbar oder wenn es zu spät ist. Die mehrstrahlige Oberwangenüberwachung erlaubt ein kontinuierliches Schließen der Oberwange, ohne Sicherheits-Stop.
- Ohne äußere Störeinflüsse muss die Schließgeschwindigkeit der Oberwange erst ab einer Öffnungshöhe von 15 mm eine garantiert reduzierte Geschwindigkeit von 10 mm/s aufweisen. Die Schließgeschwindigkeit muss entweder laufend gemessen oder hydraulisch redundant abgesichert werden, so dass diese zu 100% nicht überschritten wird (DIN EN ISO 11161).
(ID:335158)