Umformtechnik

Maschinenrichtlinie MRL 2006/42/EG soll für mehr Sicherheit in der Blechbearbeitung sorgen

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Hintertretschutz verhindert Quetschen oder Schneiden während des Scherenbetriebes

  • Eine weitere Gefahr ist das Quetschen und Schneiden durch die motorische Schere (Bild 3). Die grundlegende Anforderung heißt, dass das Quetschen oder Scheren zwischen Scherensystem und Blech verhindert werden muss. Die Geschwindigkeit bei Gefährdungen durch Scheren muss kleiner sein als 2 m/min, sofern die Gefahr durch entsprechende Schutzeinrichtungen nicht zu 100% gebannt werden kann (DIN EN ISO 11161). Um ein Quetschen oder Schneiden während des Scherenbetriebes zu verhindern, wird die Maschine mit einem Lichtvorhang und einem Hintertretschutz ausgerüstet.
  • Durch die Schutzeinrichtung wird verhindert, dass sich während des Schneidprozesses eine Person hinter der vertikalen Lichtschranke im Gefahrenbereich aufhält. Der Scherenprozess kann mit maximaler Geschwindigkeit ausgeführt werden, sobald der Bediener den Gefahrenbereich verlassen hat. Befindet sich der Bediener aber im Schutzfeld, so darf sich die Schere nur mit einer reduzierten Geschwindigkeit von 2 m/min bewegen.
  • Der Lichtvorhang vertikal und horizontal ist nur während dem Schneidprozess aktiv und muss so angeordnet sein, dass die Schutzeinrichtung im Hinblick auf die Annäherungsgeschwindigkeit von Körperteilen die Norm erfüllt (DIN EN 999).
  • Ein dritter Gefahrenbereich ist durch das Erreichen von Gefährdungsbereichen gegeben. Dabei kann es zu Verletzungen an oberen und unteren Gliedmaßen kommen. Deshalb müssen Sicherheitsabstände eingehalten werden (DIN EN ISO 13857). Die Geschwindigkeit bei Gefährdungen durch Scherbewegungen muss kleiner sein als 2 m/min, sofern die Gefahr durch entsprechende Schutzeinrichtungen nicht zu 100% gebannt werden kann. Eine mögliche Lösung ist der vollkommene Schutz über drei Seiten der Maschine. Der Arbeitskorridor ist mittels Lichtvorhang vertikal und horizontal so angeordnet, dass die Schutzeinrichtung im Hinblick auf die Annäherungsgeschwindigkeit von Körperteilen zum Gefahrenpunkt die Norm erfüllt (DIN EN 999).

Klemmstellen sind zu verhindern

  • Gefahren können auch durch sich bewegende Biegegelenke auftreten. Ein Verklemmen der Hände in den Biegegelenken muss verhindert werden (Bild 4). Die allgemeinen Gestaltungsleitsätze fordern, dass Klemmstellen verhindert werden müssen (EN ISO 12100). Eine Lösung dafür ist es, Biegegelenke so abzudecken, dass ein Verklemmen nicht mehr möglich ist. Somit darf die Biegewange im Tippbetrieb mit maximaler Geschwindigkeit betrieben werden.

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