Weniger im Säckel Mercedes-Benz streicht seine Pläne für den Gewinn

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Mercedes-Benz kämpft, wie andere Autobauer in Deutschland auch, mit einem schwierigen Umfeld, das sich aus diversen Problemen zusammensetzt. Lesen Sie hier, warum man jetzt einen Gang zurückschaltet ...

Bei Mercedes-Benz korrigiert man die Gewinnprognose jetzt doch lieber nach unten. Die allgemeine Geschäftslage lässt offensichtlich nichts anderes zu ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Bei Mercedes-Benz korrigiert man die Gewinnprognose jetzt doch lieber nach unten. Die allgemeine Geschäftslage lässt offensichtlich nichts anderes zu ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Der Stuttgarter Premiumauto-Bauer Mercedes-Benz schraubt seine Gewinnpläne für das laufende Jahr nach unten! Denn außer einem zunehmend schwierigen Geschäft in China erwartet man auch höhere Kosten im vierten Quartal – unter anderem für Material. So dürfte im Pkw-Geschäft die viel beachtete, um Sondereffekte bereinigte, Gewinnmarge 2026 nun nur noch zwei bis drei Prozent erreichen (statt den bisher angepeilten drei bis fünf Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Konzern soll demnach nur noch auf dem Niveau des Vorjahres zum Liegen kommen, statt deutlich darüber. Eigentlich müsse es deutlich steigen, weil die Stuttgarter im Vorjahr hohe Kosten für einen Stellenabbau hatten, die es dieses Jahr nicht gebe. Und auch beim freien Finanzmittelzufluss haben sich die Aussichten 2026 eingetrübt. Aber der ist den Anlegern besonders wichtig, weil Mercedes übrigbleibende Mittel nach der regulären Dividendenzahlung regelmäßig in Aktienrückkäufe stecken will.

Erste Zahlen zum dritten Quartal gab es auch

Dieser Free Cashflow aus dem Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet – wird nun wohl deutlich stärker unter dem Vorjahreswert bleiben als vermutet. Der Konzern machte dabei auch vorzeitig Zahlen zum dritten Quartal öffentlich: So flossen laut vorläufigen Zahlen aus dem Fahrzeuggeschäft lediglich 172 Millionen Euro an freien Finanzmitteln zu. Das ist weniger, als Finanzmarktexperten sich mit 422 Millionen Euro ausgerechnet hatten. Vor Zinsen und Steuern erzielte Mercedes ein Ergebnis von 1,77 Milliarden Euro – und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor (750 Millionen Euro). Allerdings hatte man damals hohe Sonderbelastungen verbucht – vor allem für Stellenabbau und für Rechtsstreitigkeiten. Bereinigt um Sonderposten, erreichte die operative Gewinnmarge im Pkw-Geschäft 2,5 Prozent – und damit so gut wie nur halb so viel, wie mit 4,8 Prozent im letzten Jahr. Besser lief es weiterhin im Geschäft mit Lieferwagen (Vans). Denn in diesem Sektor blieben von 100 Euro Umsatz im Tagesgeschäft hängen (rund 9,40 Euro operativer Gewinn).

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