Expertenmeinung Die Debatte über das Ende der 35-Stunden-Woche geht weiter

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die 35-Stunden-Woche, die in der deutschen Autoindustrie zwar Standard aber rechtlich nicht bindend ist, hält auch der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer für überholt ...

Pfichtet Mercedes-Benz bei! Auch für den Autobranchenexperten Ferdinand Dudenhöffer ist die 35-Stunden-Woche ein Auslaufmodell, wenn man sich die Lage der Autohersteller betrachtet ...(Bild:  CAR)
Pfichtet Mercedes-Benz bei! Auch für den Autobranchenexperten Ferdinand Dudenhöffer ist die 35-Stunden-Woche ein Auslaufmodell, wenn man sich die Lage der Autohersteller betrachtet ...
(Bild: CAR)

Mercedes-Benz hat in der Diskussion um eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich Unterstützung vom Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer erhalten. Für ihn ist dieses Arbeitszeitmodell veraltet. Vor Jahrzehnten sei es in Deutschland möglich gewesen, bei vollem Lohnausgleich die Arbeitszeit zu verkürzen. „Diese Zeiten sind vorbei“, kommentierte der Branchenexperte gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten. Deutschland dümpele demnach bei der Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zum Rest der Welt nur herum. Dudenhöffer weiter: „Wir sind schlecht! Und wenn man schlecht ist, muss man schauen, dass man von seinen früheren Privilegien wieder Abstand nimmt und sich wettbewerbsfähig macht!“ Sonst verliere man die Industrie und mit ihr die Jobs.

Die beste Maßnahme heißt Mehrarbeit fürs gleiche Geld

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz hatte, wie oben schon angemerkt, eine grundsätzliche Diskussion über Arbeitszeiten entfacht. Aufsichtsratschef Martin Brudermüller regte in einem Interview mit dem Handelsblatt die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche an – und zwar ohne Lohnerhöhung. In Augen des Mercedes-Vorstands muss einfach die Arbeitsstunde in Deutschland günstiger werden. Der direkteste und fairste Weg sei es, in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr arbeiten. Angesprochen auf mögliche Werksschließungen bei Mercedes-Benz in Deutschland, ist Dudenhöffer der Ansicht, dass man zumindest über Nacht kein Werk schließen wird. Viel eher würden betroffene Werke Stück für Stück kleiner gemacht und dann irgendwann so klein sein, dass man sie schließen müsse. Bei Mercedes-Benz könnten zwei Werke betroffen sein, wenn sich nichts ändere.

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