Pipelinerohre

Millimeterarbeit in höchster Präzision: Rohre für die Ostsee-Pipeline

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Gerade bei diesem Projekt sind die Qualitätsanforderungen besonders hoch – die Abweichung von der exakt runden Form darf höchstens 5 mm betragen. Diese strengen Vorgaben werden während des gesamten Produktionsprozesses durch Spezialisten von Europipe und Nord Stream sowie durch unabhängige Experten überprüft.

Die strengen Qualitätsvorgaben werden von Spezialisten überprüft

Für die Guss-Gruppe gilt dies in gleichem Maße: So werden die bis zu 13 t schweren und 3 m langen Ober- und Unterteile nach der Vorbearbeitung und dem Vergüten einer intensiven Prüfung im Werk unterzogen. Dabei untersucht ein Abnehmer von Europipe die Bauteile umfassend auf Risse oder andere Fehlstellen. Stimmt dann auch der vorgegebene Härtegrad, werden die Gussteile zur abschließenden mechanischen Bearbeitung freigegeben.

Die mechanische Vor- und Fertigbearbeitung nimmt mit rund neun Wochen pro Paar gut die Hälfte der gesamten Produktionszeit in Anspruch. Fertig bearbeitet werden das Ober- und Unterteil des Pressengesenks in zusammengebautem Zustand.

Eigenes Werkzeug zur Bearbeitung der Pressengesenke entwickelt

Die Guss-Gruppe hat für diesen Bearbeitungsschritt ein eigenes Werkzeug entwickelt. Mit einer Art Propeller, der mit Schneidplatten bestückt ist, bearbeitet der Zerspanungsexperte die Innenflächen und die spätere Arbeitsfläche des Pressengesenks punktgenau.

Trotz der enormen Dimensionen wird dadurch eine hohe Genauigkeit gewährleistet – die zugelassene Toleranz liegt bei fünfzehnteln über eine Länge von 3 m. Bei größeren Abweichungen besteht sonst das Risiko, dass das Rohr ungleichmäßig eingeformt wird. Der Gussexperte produziert für Europipe Pressengesenke für Rohre der verschiedensten Größen – für das Nord-Stream-Projekt lieferte das Unternehmen Pressengesenke für die Herstellung von 48"-Rohren.

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