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Wasserstrahlschneiden

Mit dem Wasserstrahl zum robusten Sportboden samt präzisem Motiv

| Autor/ Redakteur: Beatrix Thaller / Peter Königsreuther

Melos, ein Spezialist in Sachen farbiger Kunststoffgranulate, setzt bei der Herstellung individualisierbarer Sportbodenbeläge auf ein Start-up mit moderner Wasserstrahlschneid-Technik von STM. Erfahren Sie hier, warum.

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Eine für das 2D- und 3D-Wasserstrahlschneiden nutzbare Anlage des Typs STM 6020 Premiumcut 3D IFC bringt bei Melos-Kunden jetzt Farbe und Motive präzise in strapazierfähige Sportbodenbeläge aus einem zäh-elastischen Elastomergranulat.
Eine für das 2D- und 3D-Wasserstrahlschneiden nutzbare Anlage des Typs STM 6020 Premiumcut 3D IFC bringt bei Melos-Kunden jetzt Farbe und Motive präzise in strapazierfähige Sportbodenbeläge aus einem zäh-elastischen Elastomergranulat.
( Bild: STM )

Als Spezialist für kundenindividuelle Verbundstoffprodukte hat die niedersächsische Melos GmbH seit Gründung 1930 eine steile Karriere hinter sich. Heute beschäftigt das Unternehmen 200 Mitarbeiter und ist in den Geschäftsfeldern Granulate, Kabelverbundstoffe und „Custom fit“-Verbundstoffe erfolgreich. Vor allem im Bereich farbige Granulate ist Melos mit 24 Standardfarben und mehr als doppelt so vielen Sonderfarben weltweit führend, heißt es. Internationale Prestigeobjekte wie die größte Pferderennbahn der Welt in Dubai oder das Berliner Olympiastadion sind mit Böden von Melos ausgestattet. Die große Nachfrage auf dem Baustoffmarkt motiviert das Unternehmen dazu, sich auch den Endkunden-Markt mit Custom-fit-Lösungen zu erschließen. Dafür will es einen seiner größten Trümpfe, die Karte „Farbgranulate“ spielen: Kommunen und Sportvereine sollen die Möglichkeit bekommen, farbige Logos und komplexe Bilder detailgetreu in ihren Bodenbelag zu integrieren. Das Problem: Das Unternehmen hat weder Kapazitäten noch Spielräume, um diese Idee umzusetzen.

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Das Ziel: individualisierte Sportböden in höchster Qualität

Diese Tatsache hielt den Mittelständler jedoch keineswegs auf. Um künftig horizontal und vertikal wachsen zu können, fasste das Unternehmen den Entschluss sich innerbetrieblich weiter auf die Herstellung von Schüttgut zu konzentrieren und die Umsetzung der neuen Geschäftsidee an den Bielefelder Experten von „Teu2Tec“ auszulagern. Im Klartext heißt das, die Entwicklungs- und Produktionsprozesse übernimmt „Teu2Tec“ als Dienstleister, und Melos konzentriert sich auf die unternehmensstrategischen Fragen. Das Start-up „Teu2Tec“ ist auf die Entwicklung von zukunftsweisenden technischen Lösungen für mittelständische Betriebe spezialisiert. In diesem Fall lautet die Aufgabe: Die effizienteste und flexibelste Möglichkeit für die kreative Verarbeitung von farbigen Granulaten zu finden, und zwar für die Serien- oder Einzelfertigung. Das Ziel heißt individualisierte Sportbodenbeläge mit Logos, Bildern oder Markierungen wirtschaftlich und in möglichst hoher Qualität herzustellen. Eine Herausforderung, die das zwanzigköpfige Team mit Enthusiasmus angeht.

Erst gedruckt, jetzt geschnitten

Erst setzt die „Teu2Tec“ einen 3D-Drucker ein, mit der die Konturen der gewünschten Motive in schwarzem Kunststoff vorgedruckt werden. Anschließend werden die einzelnen Felder mit Granulat in der jeweiligen Farbe gefüllt. Am Ende entsteht ein zunächst vergleichsweise grobes Bild mit störenden schwarzen Rändern um jede einzelne Farbfläche. Insgesamt also eine recht mühsame und obendrein personalintensive Angelegenheit mit unbefriedigendem Ergebnis. Das Team suchte deshalb eine professionellen Methode, um filigrane Formen detailgetreu aus Granulatplatten auszuschneiden. Dabei besann es sich auf erste mittelbare Erfahrungen mit dem Prozess des Wasserstrahlschneidens und recherchierte nach Anbietern. Nach Auswertung stand für Dirk Krupke, dem Geschäftsführer das Unternehmen STM in Schweinfurt fest, der vom STM-Geschäftsführer Sven Anders einen ebenso spontanen Lösungsvorschlag unterbreitet bekam.

Millimetergenau präzise geschnitten

Schlag auf Schlag folgten handfeste Kosten-Nutzen-Analysen und Antworten auf technische Detailfragen. Das finale Aha-Erlebnis stellte sich bei den Besuchen in den Testzentren in Schweinfurt und Eben ein, wo das „Teu2Tec“-Team diverse Ideen erprobt hat. Das Ergebnis beeindruckte auch den Ingenieur Krupke: Egal ob Logo, großflächige Bilder oder Markierungen – durch die hohe Präzision und Schnittkantenqualität des Wasserstrahlschneid-Prozesses lassen sich die einzelnen Farbelemente ohne weitere Bearbeitung nahtlos zu einer homogenen Einheit ineinanderfügen. „Ich hätte nicht gedacht, dass man dieses relativ zähe Elastomer damit so präzise schneiden und auch noch Konturen im Millimeterbereich exakt abbilden kann.“

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