Magnetfertigung Mit Interlinked Production zum hochwertigeren Wunschmagnet

Redakteur: Peter Königsreuther

Vacuumschmelze (VAC) hat mit einer Art verzahnter Fertigung, Interlinked Production genannt, die Herstellung von Neodym-Eisen-Bor-Magneten optimiert.

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Magnetische Materialien sind das Metier von Vacuumschmelze (VAC). Mit der sogenannten „Interlinked Production“ können NdFeB-Magnete nun günstiger und hochwertiger gefertigt werden, wie heute bekannt gemacht wurde.
Magnetische Materialien sind das Metier von Vacuumschmelze (VAC). Mit der sogenannten „Interlinked Production“ können NdFeB-Magnete nun günstiger und hochwertiger gefertigt werden, wie heute bekannt gemacht wurde.
(Bild: Wilhelm Medienmanagement / Sven Wilhelm / Vacuumschmelze)

Bei der Interlinked Production verknüpft VAC, wie es heißt, zwei wesentliche Schritte bei der Dauermagnetproduktion: die Formgebung durch Pressen und den kontinuierlichen Sinterprozess durch eine automatisierte Fördertechnik. Weil sich so sämtliche Transport- und Handhabungsgeräte vor Luftsauerstoff kapseln ließen, könnten die Vacodym-Magnete mit noch besserer Qualität hergestellt werden.

Bereits an den Pressen werden die Magnetrohlinge dazu in eine neuartige, dichte Transportverpackung gesetzt, damit sie noch nicht einmal beim kurzen Transport zur zentralen Aufgabestation mit Sauerstoff reagieren zu können, erklärt VAC. Die Chargen werden automatisch in den sauerstofffreien Bereich überführt. Der Materialtransport in den Bereich der Durchlauf-Sinteröfen erfolgt per Shuttle-System. Dies ergebe einen wesentlich schnelleren, unterbrechungsfreien Takt beim Transport des empfindlichen Magnetmaterials. Nicht zuletzt minimiert sich die Gefahr, dass die Magnete mechanisch beschädigt werden, heißt es weiter.

Die magnetischen Eigenschaften wirken gleichmäßiger auf die Umgebung

Auch der nachfolgende Sinterprozess geschieht ohne Sauerstoff in der Umgebung. VAC erläutert, dass die magnetischen Eigenschaften so gleichmäßiger im Magneten verteilt werden, und das Produkt seine Sollkontur besser erreicht. Der konsequente Einsatz von RFID-Technik erfasse dabei alle erforderlichen Information, um weitere Qualitätsverbesserungen zu ermöglichen.

„Die Fertigung hinter der Glasscheibe, ohne direkten Zugang zum Produkt, stellt besondere Herausforderungen an Anlagenverfügbarkeit, Ausfallsicherheit und Modularität“, macht Philipp Strodt, Leiter Industrial Handling in R&D, von VAC klar. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Prozessverbesserung habe nun außerdem den Impuls gegeben, auch andere Prozessketten zu optimieren.

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