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Verbindungstechnik

Mit mechanischer Fügetechnik metallische Werkstoffe sicher verbinden

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Schraubverbindungenwerden meist unterschätzt

Eines der Verfahren ist das Schrauben – eigentlich banal. Was ist schon dran an einer Schraubverbindung? Viel, denn: „Die Schrauben werden meist unterschätzt!“, warnt Bernhard Reck, Geschäftsführer von REC Engineering, und verweist auf die Vielzahl an Rückrufaktionen von Automobilherstellern oder umgestürzter Windkraftanlagen aufgrund falsch ausgelegter Schraubverbindungen. Denn was nutzt das perfekte Fügeelement, wenn im Vorfeld die Konstrukteure die Schraube vernachlässigt haben? Wichtig ist es, die Reibungszahl zu ermitteln. Problematisch wird dies allerdings, wenn die Oberflächen der Fügepartner beschichtet sind. Denn dann ist kein lineares Reibverhalten mehr erkennbar. Im Vorfeld muss außerdem geklärt werden, was mit der Verbindung passiert, wenn sie warm wird. Schließlich darf sich die Schraube nicht selbst herausdrehen.

Gewindefurchende Schrauben punkten durch kurze Prozesszeiten

Doch um das geeignete Schraubverfahren auszuwählen, muss ebenfalls klar sein, was die Verbindung halten soll und ob eine weitgehend automatisierte Montage möglich ist. Erfolgreich bewährt haben sich bereits die gewindefurchenden Schrauben, die bei vielen Automobilherstellern und Zulieferern im Einsatz sind.

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Sie punkten vor allem durch kurze Prozesszeiten sowie hohe Maßhaltigkeit und sind in unterschiedlichsten Geometrien, Werkstoffen und Oberflächen erhältlich. Auch Magnesiumbauteile lassen sich mit ihnen verbinden. Laut Koglin gehören diese Schrauben zu den wichtigsten mechanischen Fügeverfahren von heute.

Müssen Schraubverbindungen abgesichert werden, wie etwa gegen Schwingungen oder selbstständiges Lösen, sind zusätzlich Gewindesicherungen nötig. Es stehen zum einen mechanische Systeme zur Verfügung, die als Sicherungsschrauben mit speziellen Gewinden oder Verzahnungen am Kopf ausgeführt sein können. Zum anderen sind chemische Systeme wie Kleben oder Beschichtungen vorhanden.

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