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H.P. Kaysser Mit neuer Anlage zur Pulverbeschichtung in die Zukunft investiert

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

H.P. Kaysser investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau seines Maschinenparks. Im November wird eine neue Pulverbeschichtungsanlage in Betrieb gehen.

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Einbrennofen unter der Hallendecke zur Energieeinsparung.
Einbrennofen unter der Hallendecke zur Energieeinsparung.
(Bild: Kaysser)

Die ersten Ideen zur konsequenten Modernisierung der hauseigenen Pulverbeschichtung des Metallverarbeitungsbetriebs H.P. Kaysser in Nellmersbach schwirrten dem Unternehmer und Geschäftsführer Thomas Kaysser schon vor 5/6 Jahren durch den Kopf. Aber, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt, muss solch ein Unterfangen langfristig geplant werden. So dauerte es weitere drei Jahre bis die Entscheidung zur Realisierung dieses Projekts im Mai 2015 endgültig getroffen wurde. Das Projekt im Hause Kaysser übernahm schließlich Timm Kaysser, der seit mehreren Jahren als Projektleiter im Familienunternehmen tätig ist, wie es weiter heißt.

Nach ausführlichen Gesprächen mit Experten, Anbietern und nicht zuletzt mit der Firma Kärcher, die vor einigen Jahren eine ähnliche Anlage in Betrieb genommen hat, war für Kaysser klar, dass dieses Projekt einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Unter anderem musste für die Modernisierung auch zusätzlich eine neue Halle gebaut werden. „Um die Kosten in vertretbarem Rahmen zu halten und zugleich ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Auswahl der beteiligten Unternehmen und Dienstleister zu garantieren, haben wir auf die Verpflichtung eines Generalunternehmens verzichtet.“ So konnten zahlreiche Teilaufgaben auch mit regionalen Handwerksbetrieben realisiert werden.

Flexibilität und Umweltschutz sind zentrale Gedanken

Durch das gestiegene Umweltbewusstsein hat die vollkommen lösungsmittelfreie Pulverbeschichtung in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung zugenommen und die Nasslackierung in weiten Bereichen sogar ersetzt. Das überschüssige Pulver wird in der Regel wieder recycelt. „Unsere Anlage ist mit dem modernsten Funktionsprinzip ausgestattet, das derzeit auf dem Markt erhältlich ist“ erklärt Timm Kaysser. „Während herkömmliche Anlagen mit dem Venturi-Prinzip arbeiten, bei dem Unmengen von Druckluft erzeugt werden müssen, um das Pulver durch Unterdruck erst anzusaugen und dann mittels einer Lackierpistole wieder auszublasen, nutzen wir die hochmoderne Dichtstromtechnologie.“ Diese Technik funktioniere Druckluft-unabhängig. Die Pulverwolke, die erzeugt werde, sei viel feiner und deutlich besser dosierbar. Das errechnete Energieeinsparungspotenzial liege bei 30 % und auch der Pulververbrauch werde merklich gesenkt.

Noch dieses Jahr wird die Anlage laufen

Der Aufbau der komplexen Anlage ist bereits in vollem Gange. „Mitte des Jahres werden die ersten Testläufe stattfinden,“ so Kaysser. Wenn alles nach Plan laufe, könne die Anlage Ende des Jahres in Betrieb genommen werden. Nach und nach werden dann die alten Beschichtungssysteme ersetzt.

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