Rohrschweißen Neues Rohrschweißsystem arbeitet minutenschnell und zuverlässig

Redakteur: Peter Königsreuther

Auf der Schweisstec in Halle 7 sollten sich alle Rohrexperten und Tankhersteller mal den Weldingdriod vom gleichnamigen Start-up anschauen. Hier ein Vorgschmack.

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Das dänische Start-up Weldingdroid ApS präsentiert sich und den gleichnamigen Weldingdroid auf der Schweisstec 2021 in Stuttgart. Mit diesem System gelinge das Schweißen von Tanks und Rohren in Rekordzeit.
Das dänische Start-up Weldingdroid ApS präsentiert sich und den gleichnamigen Weldingdroid auf der Schweisstec 2021 in Stuttgart. Mit diesem System gelinge das Schweißen von Tanks und Rohren in Rekordzeit.
(Bild: Weldingdroid)

Das dänische Start-up Weldingdroid präsenttert eine besondere Art des WIG- und MIG-Schweißens von Rohren und Tanks, mit der diese Prozesse, wie es heißt, revolutioniert und fit für die Industrie 4.0 werden. Alles läuft mal wieder auf mehr Automatisierung hinaus. Denn mithilfe des Weldingdroid-Systems sollen sich typische Schweißaufgaben in Rekordzeit prozesssicher erledigen lassen. So benötige man beispielsweise nur rund 10 Minuten für eine Schweißaufgabe, die manuell nur in gut einer Stunde zu erledigen wäre und die Fachkräfte körperlich auch noch extrem belastet. In Stuttgart wird das System erstmals in Deutschland präsentiert, heißt es.

Die Investition in Schweißlösungen von Weldingdroid amortisiere sich meist schon nach 200 Betriebsstunden, wie die Dänen versprechen. Und speziell in Zeiten des Fachkräftemangels wollen die Experten von Weldingdroid mit ihren Ideen klar machen, dass es profitable Alternativen zu belastenden Schweißarbeiten gibt, die vor allem Unternehmen in Hochlohnländern die Wettbewerbsfähigkeit sichern helfen.

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Die Zeichen in der Schweißwelt stehen auf „plug’n weld“

Auf der Schweisstec stellt Weldingdroid die mobile Schweißlösung „X1“ sowie das Werkstattmodell „WS“ vor. Beide eignen sich für das Fügen von Rohren und Tanks mit einem Durchmesser von 100 bis 3.000 Millimeter. Für beide Modelle gilt auch, dass sie intuitiv bedienbar sind, weshalb man keine speziellen Kenntnisse brauche, um sie erfolgreich zu nutzen. So können Unternehmen dem schmerzlichen Fachkräftemangel begegnen und ihre Mitarbeiter körperlich entlasten.

Die Weldingdriod-Spezialisten beschreiben: Sind die Parameter für eine Schweißaufgabe einmal eingestellt, genügt eine kurze Einweisung, um den Vorgang zu starten. Die Maschine arbeitet dann selbstständig. Dabei wird etwa die Spannung des Lichtbogens während des Schweißens permanent gemessen und die Höhenverstellung bei Abweichungen automatisch geregelt. Stets perfekte Schweißnähte sind das Resultat, so die Dänen. Durch die automatische Speicherung aller Schweißdaten steht auch in Sachen Rückverfolgbarkeit nichts im Wege. Die so hergestellten Produkte könnten so auch im Lebensmittel- und Pharmasektor eingesetzt werden.

Patentiertes System spart bis zu 90 Prozent Schweißgas

Ein anderes Weldingdroid-Highlight ist der patentierte „Purgemaster“, mit dem man verhindert, dass die Wurzellage beim Schweißen von Rohren oxidiert. Das neuartige System spare im Vergleich zu üblichen Verfahren bis zu 90 Prozent Gas ein. Denn es sorgt dafür, dass das Gas nur dorthin strömt, wo es gebraucht wird – direkt an der Schweißnaht. Der Purgemaster kann übrigens in die oben beschriebenen Schweißsysteme „X1“ und „WS“ integriert werden. Er lässt spielt aber auch bei manuellen Schweißarbeiten seinen Spareffekt aus.

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