Volkszählung 4.0 Next big brother? Rhenus digitalisiert geplante Bevölkerungszählung

Redakteur: Peter Königsreuther

Zensus 2022 nennt sich quasi eine Volkszählung, die in der BRD stattfinden soll. Rhenus Office Systems hat nun das „O.K.“ für die nötige Digitalisierung des Vorhabens erhalten.

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Rhenus Office Systems hat sich nach eigenen Informationen bei der Ausschreibung durchgestzt, im Rahmen derer es darum geht, wesentlich Teile des Bevölkerungszählvorhabens Zensus 2022 zu digitalisieren.
Rhenus Office Systems hat sich nach eigenen Informationen bei der Ausschreibung durchgestzt, im Rahmen derer es darum geht, wesentlich Teile des Bevölkerungszählvorhabens Zensus 2022 zu digitalisieren.
(Bild: Rhenus Office Systems)

Rhenus Office Systems darf nach eigener Aussage wesentliche Teile des Vorhabens Zensus 2022 digitalisieren. Denn der Dokumenten-, Informations- und Prozessmanager setzte sich bei der Ausschreibung durch, heißt es weiter. Die Aufgabe beinhaltet die Digitalisierung und Erfassung der in Papierform vorliegenden Belege dieser Datenerhebung.

Der Zensus 2022 ist eine Bevölkerungszählung, die sich im Gegensatz zu traditionellen Zählungen auf bereits bestehende Verwaltungsregister stützt, ist zu erfahren. Um die Qualität der Datenbasis zu verbessern, werden, basierend auf Stichproben etwa 10 Prozent der Bevölkerung zusätzlich direkt befragt. Die aus dieser Extrabefragung erhaltenen Daten müssen später digitalisiert werden, um sie passend für die Gesamtauswertung zur Verfügung zu haben. Rhenus Office Systems betont, dass das nur sinnvoll ist, wenn man zu einer besonders leistungsfähigen Art des Scannens und Datenerfassens greift.

Hochleistungsscanner erfassen Bevölkerungsdatenflut

Die von Rhenus zu digitalisierenden Fragebögen werden aus 13 Bundesländern herein flattern. Insgesamt ist für die Jahre 2021 und 2022 mit rund 50 Millionen Seiten zu rechnen, betont man. Rhenus werde deshalb mehrere Hochleistungsscanner am Standort Schwarzenbek einsetzen. Sie werden flexibel skalierbar sein, je nach Anfall der zu verarbeitenden Datenmenge.

Mit ihrem dafür idealen Tool, das alle am Auftrag beteiligten Gesellschaften einsetzen werden, digitalisiert Rhenus die Dokumente, klassifiziert diese, extrahiert gewünschte Daten und validiert sie, wie man weiter erklärt. Anschließend schickt man die so gewonnenen Daten an das Statistische Bundesamt. Sie stehen dann in der digitalen Datenbank zur Prüfung und Auswertung bereit. Unvollständig ausgefüllte und unleserliche Dokumente werden automatisiert aussortiert und manuell geprüft, merken die Beteiligten an. Rhenus habe sich gegen die andere Bewerber durchgesetzt, weil die Spezialisten in der Lage seien, den gesamten Prozess (vom Scannen der Dokumente über die Verarbeitung durch künstliche Intelligenz bis hin zur Weiterverarbeitung plus Betreuung im Kundencenter) in Eigenregie zu bewerkstelligen.

Dieses Rhenus-„Quartett“ übernimmt den ganzen Ablauf

Den vier beteiligten Gesellschaften der Rhenus Office Systems obliegeten dabei unterschiedliche Aufgabenbereiche: Rhenus Docs to Data übernimmt die Digitalisierung der physischen Bögen, die zuvor von Rhenus Media Systems mithilfe künstlicher Intelligenz ausgelesen werden. Für die Nacherfassung der Bögen ist Rhenus :people! zuständig, während Rhenus BPO Services die Koordination des gesamten Prozesses steuert.

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