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Oberflächentechnik

Oerlikon schließt Sulzer-Metco-Übernahme schneller als geplant ab

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Oerlikon-Gruppe, Pfäffikon (Schweiz), hat den Erwerb der Sulzer-Tochtergesellschaft Metco für 1 Mrd. Schweizer Franken früher als geplant abgeschlossen. Mit der Zustimmung aller Wettbewerbsbehörden konnten die Vertragsparteien die Transaktion bereits terminieren, wie Oerlikon mitteilt.

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Oerlikon liegt bei der Schaffung einer neuen Oberflächentechnik-Sparte vor dem Zeitplan.
Oerlikon liegt bei der Schaffung einer neuen Oberflächentechnik-Sparte vor dem Zeitplan.
(Bild: Oerlikon)

Durch die Zusammenführung von Metco mit dem bestehenden Oerlikon-Coating-Geschäft entsteht ein weltweiter Technologieführer für Oberflächenlösungen unter der Leitung von Roland Herb als CEO des Segments Surface Solutions, wie es in der Mitteilung heißt. „Indem wir einen erstklassigen, technologisch führenden Anbieter im Bereich der Oberflächenlösungen schaffen, begibt sich Oerlikon auf einen langfristig profitablen Wachstumskurs. Wir sind uns bewusst, dass es harter und disziplinierter Arbeit bedarf, um den Wert dieser Transaktion zu realisieren. Bereits im kommenden Jahr werden wir erste positive Einflüsse sehen, der vollständige Nutzen wird dann ab 2016 ersichtlich“, sagt Brice Koch, CEO von Oerlikon.

Oerlikon erwartet deutliches Wachstum durch neue Oberflächentechnik-Sparte

Nach dem Transaktionsabschluss hat Oerlikon seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 angepasst. Unter Berücksichtigung einer siebenmonatigen Konsolidierung von Metco erwartet der Konzern nach eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs beim Bestellungseingang von mehr als 10 % und ein Umsatzwachstum von mehr als 15 %. Unter vollständiger Berücksichtigung der Aufwendungen für die Transaktion/Integration sowie von Bilanzeffekten im Zusammenhang mit der Übernahme von Metco liege die erwartete EBIT-Marge der Gruppe bei rund 10 %, die EBITDA-Marge bei rund 15 %.

Das Segment Surface Solutions hatte 2013 laut Mitteilung einen Pro-forma-Umsatz von 1,2 Mrd. Franken und stellt mit einem Anteil von 34 % am Pro-forma-Konzernumsatz das größte Segment von Oerlikon dar. Oerlikon Balzers sei der weltweite Technologieführer im servicegetriebenen PVD-Dünnfilmbeschichtungsgeschäft (PVD: Physical Vapor Deposition), während Oerlikon Metco weltweiter Technologieführer in thermischen Spritzverfahren und Oberflächenanwendungen sei. Durch die Zusammenführung vergrößere sich der potenzielle Absatzmarkt für Oberflächensysteme von Oerlikon auf rund CHF 9 Mrd. Die beiden Einheiten ergänzten sich im Hinblick auf ihre technische Stärke, die Geschäftsmodelle, ihren Marktzugang und ihre geographische Präsenz und würden so den Kundenbedürfnissen in den kommenden Jahren besser gerecht werden können. Der zusammengeführte Geschäftsbereich betreibe weltweit rund 130 Standorte mit über 110 Coating Centern in 35 Ländern und beschäftige rund 6000 Mitarbeitende.

Oerlikon Balzers und Metco sollen voneinander profitieren

Oerlikon Balzers schnell wachsendes Komponentengeschäft soll auf der Anwendungsexpertise von Oerlikon Metco aufbauen, um Kunden maßgeschneiderte Systeme für spezifische Anwendungen zu bieten. Darüber hinaus werde Oerlikon Balzers durch die Akquisition neue Endmärkte wie Luftfahrt, Verteidigung, Energieerzeugung und Öl & Gas einfacher erschließen und das eigene Wachstum außerhalb der traditionellen Präzisionswerkzeuge- und Autoindustrie beschleunigen können.

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