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Lohnfertiger Pulverbeschichtung bringt Mehrwert für das Blech

| Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn, / Stéphane Itasse

Schneiden, Biegen und Schweißen sind in der klassischen Blechbearbeitung heute nicht mehr ausreichend. Die Lohnfertiger oder Systemlieferanten sind dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Mehrwert zu steigern.

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Aufbringen des Pulverlacks in der Pulverkabine.
Aufbringen des Pulverlacks in der Pulverkabine.
(Bild: Meeh)

So ist es auch bei der Seeger Lasertechnik GmbH im südhessischen Lorsch. Dort investierte man in eine Jumbo-Coat-Pulverbeschichtungsanlage der Meeh Pulverbeschichtungs- und Staubfilteranlagen GmbH in Wimsheim.

Seit über 25 Jahren beliefert Seeger Industriekunden mit Blechteilen in unterschiedlichen Losgrößen – vom Einzelteil bis zur Großserie. „Im Laufe der Zeit haben sich die Wünsche der Kunden stetig verändert“, berichtet Roland Kiefer, Geschäftsführender Gesellschafter von Seeger. „Waren es zum Anfang nur Blechteile, so können wir seit geraumer Zeit einen Trend zu komplett montierten Baugruppen feststellen.“ Dieser Trend hat sich mittlerweile als fest etabliert herausgestellt und wurde durch neue Kundenwünsche ergänzt.

Kunden wollen keine Bleche, sondern einbaufertige Teile oder Baugruppen

Einbaufertige Teile oder Baugruppen werden heute verlangt. Einbaufertig heißt in diesem Falle, dass sich Lohnbetriebe mit zusätzlichen Leistungen befassen müssen. Dazu gehören oberflächenbehandelte Produkte, wie sie beispielsweise durch die Pulverbeschichtung entstehen. „Die Oberflächentechnik – sprich Pulverbeschichtung – ist ein Fertigungsbereich, mit dem wir eindeutig unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern und den Mehrwert für unsere Kunden unterstreichen. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, in eine Jumbo-Coat-Pulverbeschichtungsanlage zu investieren“, sagt Kiefer.

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Auf der Suche nach der geeigneten Technik und einem zuverlässigen und erfahrenen Partner ist Kiefer bei den Jumbo-Coat-Anlagen der Meeh Pulverbeschichtungs- und Staubfilteranlagen GmbH in Wimsheim fündig geworden. Roland Kiefer und Ulrich Meeh kennen sich aus den gemeinsamen Aktivitäten im VdLB (Verband deutscher Laseranwender – Blechbearbeitung). Da einige Kollegen von Kiefer bereits seit längerer Zeit eine Jumbo-Coat-Anlage von Meeh betreiben, war es für ihn naheliegend, dort einmal nachzufragen und sich die Stimmen und Meinungen der Kollegen anzuhören. Die Recherche fiel offensichtlich durchwegs positiv aus und überzeugte. Und so entschieden sich Kiefer und seine Mitarbeiter trotz mehrerer Anbieter für Meeh als Lieferanten. Nach intensiven Gesprächen wurde der Auftrag an Meeh vergeben. „Die Abwicklung war einfach und ging reibungslos über die Bühne“, sagt Kiefer. Dabei lag das gesamte Anlagenengineering in den Händen von Meeh. Vertriebsingenieur Dietmar Damm konnte dabei seine gesamte Erfahrung aus zahlreichen Projekten einbringen.

Platzverhältnisse in der Halle bestimmen Planung der Pulverbeschichtungsanlage

Die Platzverhältnisse waren mit einer bereits fertiggestellten Halle vorgegeben. Diese stellte erst einmal die Basis für die Anlagenplanung durch Meeh dar. Dabei kristallisierte sich schon einmal heraus, dass es nicht um eine Kreisförderanlage handeln würde, sondern um eine Chargenanlage. „Durchlaufanlagen sind für Lohnfertiger wie Seeger aufgrund der oft wechselnden Chargen und differenzierten Chargengrößen nicht geeignet. In solchen Fällen empfehlen wir unseren Kunden passgenau konzipierte Chargenanlagen“, erläutert Damm.

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 Dietmar Kuhn

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Journalist