Anbieter zum Thema
Schwedenstahl – von höchstfest zu ultrahochfest
Der „erste kaltgewalzte, ultrahochfeste Stahl auf dem Markt, der sich speziell für das Walzprofilieren eignet,“ kommt aus Schweden von der SSAB Swedish Steel. Die neue Stahlgüte zeichnet sich durch ihre hohe Streckgrenze, gute Formbeständigkeit nach dem Walzprofilieren und die Eignung zur Umformung mit engen Radien aus. Es gibt den Stahl in den Mindestzugfestigkeiten 800 und 1000 N/mm². Die hohe Streckgrenze verringert das Risiko von Ebenheitsproblemen bei den walzprofilierten Anwendungen.
Zusätzlich sorgt das günstige Verhältnis von Streckgrenze und Zugfestigkeit für geringere Unterschie-de bei der Eigenspannung im gesamten Querschnitt. Schon während der Entwicklungsphase weckte der neue Stahl großes Interesse bei der Automobilindustrie und anderen Branchen. „Dieser neue Stahl passt genau auf einen Markt, auf dem das Walzprofilieren immer mehr gefragt ist“, sagt Karl-Inge Nilsson, der bei SSAB zuständige Produktmanager, „deshalb rechnen wir hier mit dem großen Durchbruch.“
„Auf dem Weg zur intelligenten Rohbauarchitektur“ – mit ihrem gemeinsamen Entwicklungsprojekt für die Automobilindustrie „Scalight“ wollen die beiden Partner Salzgitter AG und Wilhelm Karmann GmbH Produktion, Werkstoffe und Technologien verändern und so eine technologisch hochwertige Rohbaugeneration für zukünftige Fahrzeuge entstehen lassen. „Scalight“ (Scalable Autobody Light-weight Concept) ist ein modulares und skalierbares Karosseriekonzept und eine Weiterentwicklung der „Atlas-Spaceframe-Technologie“.
Bereits dort wurde gezeigt, wie der Werkstoff Stahl mit neuen Güten und intelligenter Auslegung auch in Zukunft der klassische Automobilwerkstoff bleiben wird. Die Basisarchitektur beim Projekt Scalight besteht aus wesentlich weniger Teilen als im herkömmlichen Rohbau. Spezielle Stahlsorten sorgen für ein Crashverhalten gemäß heutigen und zukünftigen Anforderungen und für leichtere Karosserien. Eine durchgängige Betrachtung von der Konstruktion über die Fertigung bis zur Reparatur sorgt für weitere Vorteile.
Basiswerkstoff im Karosserie-Rohbau ist und bleibt Stahl
Der Basiswerkstoff im Karosserie-Rohbau ist und bleibt Stahl, der durch innovative Produktions- und Bearbeitungsverfahren exakt für unterschiedliche Anforderungen hergestellt werden kann. Der Stahl der Zukunft, versprechen die Projektverantwortlichen, „wird den Rohbau leichter machen, auch kommende Sicherheitsansprüche erfüllen und den Rohbau aus weniger Teilen ermöglichen“.
Für den Automobilbau wurden höherfeste Feinbleche mit sehr guten Umformeigenschaften entwickelt, die bei gleichen oder verbesserten Crasheigenschaften eine Reduzierung der Blechdicke erlauben. Zu den untersuchten Technologien innerhalb des Scalight-Projekts zählte auch das Walz- oder Rollprofilieren, ein kontinuierliches Biegeumformverfahren mit drehender Werkzeugbewegung, bei dem ein ebenes Blechband durch hintereinander angeordnete Biegerollenpaare in mehreren Stufen bis zur gewünschten Profilform kalt umgeformt wird.
(ID:263319)