Rohr- und Profilbearbeitung

Renaissance der Rollen beschert Profilen einen zweiten Frühling

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Zu den Neuentwicklungen bei Schuler zählt derzeit die Profilerzeugung mit unterschiedlichen Querschnitten, der Einsatz von Profiliertechnik zusammen mit Lasertechnik sowie die ständige Weiterentwicklung der Leitrechnertechnik bis hin zur vollständigen Substitution der SPS.

Kernkompetenz Kaltprofilierung

Auf eine „mehr als fünfzigjährige Geschichte des Walzprofilierens“ blickt die Voestalpine Krems GmbH, ein Unternehmen des Voestalpine-Konzerns, zurück. Voestalpine ist ein führender europäischer Verarbeitungskonzern mit eigener Stahlbasis und Zentrale in Linz. Mit fünf Divisionen (Stahl, Edelstahl, Bahnsysteme, Automotive, Profilform) und rund 360 Produktions- und Vertriebsgesellschaften ist man in fast 60 Ländern auf allen Kontinenten vertreten.

Der Grundstein für die heutige Division Profilform, erläutert Dipl.-Ing. Reinhold Steiner, kaufmännischer Geschäftsführer der Voestalpine Krems GmbH, „wurde 1991 mit der Übernahme eines belgischen Walzprofilierunternehmens gelegt“. Hier sind heute die Rohr- und Profilformaktivitäten des Voestalpine-Konzerns zusammengefasst. Erzeugt werden geschweißte Formrohre und Hohlprofile, offene Standardprofile sowie kundenspezifisch gefertigte Sonderrohre und -profile.

In der Gruppe werden jährlich rund 800000 t Bandstahl zu Rohren und Profilen verarbeitet. Davon werden in Krems rund 200000 t Hohlprofile und Formrohre sowie mehr als 100000 t Sonderprofile inklusive Leichtbauprodukte und Anarbeitung produziert.

Voestalpine-Division Profilform auf allen Schlüsselmärkten präsent

Mit derzeit zwölf Unternehmen und 15 Produktionsstandorten ist die Division Profilform (mit Zentrale in Krems) auf allen Schlüsselmärkten vertreten. Die Kernkompetenz liegt in der Kaltprofilierung. Reinhold Steiner: „Auf über 300 Hochleistungsprofilieranlagen werden Rohre und Profile für nahezu jeden Einsatzbereich geformt.“

Die Produkte finden in den unterschiedlichsten Industriezweigen Verwendung, wie zum Beispiel im Fahrzeug- und Busbau, dem Schalungsbau, in der Bauindustrie, dem Stahl- und Hallenbau, Land- und Baumaschinen, Maschinen- und Containerbau, der Lagertechnik, der Elektro- und Möbelindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie in der Straßensicherheit.

Grundsätzlich, so Steiner, „lassen sich alle Metalle, die für spanlose Bearbeitung geeignet sind, auch walzprofilieren. Der am meisten verbreitete, weil auch effizienteste Einsatz der Rollformtechnologie findet sich aber in den unterschiedlichsten Anwendungen aus verschiedenen Stahlgüten und dabei besonders vorteilhaft im hoch- und höchstfesten Bereich“. Leichtmetalle wie Aluminium- oder Titanlegierungen werden aber im Fahrzeugbau wegen der höheren Werkstoffkosten vorrangig bei mengenmä-ßig geringerem Produktionsvolumen, zum Beispiel für Luftfahrtanwendungen oder im Rennsport, eingesetzt.

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