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Schneiden mit dem Faserlaser: deutsche Komponenten und polnisches Know-how

| Autor: Frauke Finus

Richtig alt ist die Faserlaser-Technologie in der Industrie noch nicht, doch bekanntermaßen breitet sie sich aus. Ein Unternehmen, das fast seit der ersten Stunde mit dabei ist, ist das polnische Unternehmen Eagle. Bei den Laserschneidsystemen basierend auf Faserlasern treffen Komponenten made in Germany und Know-how aus Polen aufeinander.

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Die Laserschneidmaschinen der Serie E-Vision sind standardmäßig mit Faserlasern, linearen Motoren in allen Achsen sowie einem schnellen, automatischen Tischwechsler ausgestattet.
Die Laserschneidmaschinen der Serie E-Vision sind standardmäßig mit Faserlasern, linearen Motoren in allen Achsen sowie einem schnellen, automatischen Tischwechsler ausgestattet.
(Bild: Eagle)

Das noch relativ junge Unternehmen Eagle ist auf Laserschneidsysteme spezialisiert, die sich ganz dem Faserlaser verschrieben haben. Der Faserlaser bietet schnelle Schnittgeschwindigkeiten, benötigt wenig Energie und bietet geringe Wartungs- und Verschleißkosten. Seit 2006 werden im polnischen Walcz eigene Anlagen konstruiert, entwickelt und gebaut, nachdem man sich lange mit den Vor- und Nachteilen aller namhaften Maschinen auseinandergesetzt hat. Ziel ist es, die besten Eigenschaften der bereits vorhandenen Maschinen mit den eigenen Ideen zu vereinen. Im Entwicklungsteam befindet sich unter anderem ein ehemaliger Trumpf-Techniker. Beim Bau der Anlagen werden zum Beispiel Steuerungen und Linearantriebe von Beckhoff, Laserquellen von IPG und Schneidköpfe von Precitec / HighYag verbaut. Komponenten made in Germany und polnisches Know-how machen High-tech-Lasermaschinen aus Polen möglich.

Bereits im Jahr 2008 präsentierte Eagle eine Schneidanlage mit 4-kW-Faserlaser-Technologie auf der Euroblech in Hannover. Diese Anlage hatte noch ein Gestell aus Stahl. Aufgrund der in den nächsten Jahren gesammelten Erfahrungen in Bezug auf Geschwindigkeit und Baugröße entstand die Idee, den Maschinenkörper aus Polymerbeton zu fertigen. Mithilfe von EU-Fördermitteln konnte diese Idee realisiert werden. Die Vorteile des Polymerbetons liegen in der enormen Steifigkeit, den hohen Dämpfungseigenschaften sowie der Temperaturstabilität.

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Den Weg hin zur Individualisierung merkt man nicht nur bei der Produktion von Teilen, sondern bei Eagle auch bei der Herstellung von Anlagen, so sind die Schneidsysteme kundenindividuell anpassbar. Zum Beispiel sind Laserschneidmaschinen mit nicht standardmäßigen Abmaßen gemäß den kundenindividuellen Produktionsbedürfnissen möglich. Als ein universelles System für Dienstleister kann man die standardisierten Laserschneidmaschinen der Serie E-Vision beschreiben. Sie sind eine wirtschaftliche Lösung für differenzierte Produktion in Groß- und Kleinserien aus dünnen und dicken Blechen im Dauerbetrieb. Die Maschinen sind standardmäßig mit zuverlässigen Faserlasern, linearen Motoren in allen Achsen sowie einem schnellen, automatischen Tischwechsler ausgestattet. Auch hier besteht der Korpus aus Polymerbeton. Ein intelligenter Schneidkopf ermöglicht die Bearbeitung des gesamten Spektrums der Blechstärken. Die Schneidmaschinen aus der Serie E-Vision erreichen Schnittgeschwindigkeiten bis 100 m/min und eine Positioniergeschwindigkeit simultan bis 250 m/min. Eagel hat in Polen beim Verkauf von Lasermaschinen bereits einen Marktanteil von 30 %. Neben den Laseranlagen werden auch Systeme für die Handlingsautomatisierung entwickelt. Der Crane-Master zum Beispiel ist ein Be- und Entladesystem, das kürze Zykluszeiten ermöglicht. Die Entnahme des neuen Materials und die Abnahme der ausgeschnittenen Elemente erfolgen simultan, was zu einer Produktivitätssteigerung führt.

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Leitende Redakteurin, Redaktion @blechnet.com