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Automobil-Außenhautteile Schuler verkauft Teile des Werkzeugbaus

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Schuler Pressen GmbH hat sich mit einer Investorengruppe aus München auf die Übernahme der Werkzeugbau-Aktivitäten in Göppingen und Weingarten verständigt.

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Seinen Werkzeugbau für die Herstellung von Automobil-Außenhautteilen verkauft Schuler mit Wirkung zum 28. Februar 2020.
Seinen Werkzeugbau für die Herstellung von Automobil-Außenhautteilen verkauft Schuler mit Wirkung zum 28. Februar 2020.
(Bild: Schuler)

Mit Wirkung vom 28. Februar 2020 übernehmen die Beteiligungsgesellschaften Navigator Capital GmbH und Accursia Capital GmbH den bisherigen Schuler-Geschäftsbereich Body Panel einschließlich der dazugehörigen rund 200 Mitarbeiter an den beiden Standorten, wie der Pressenhersteller am Dienstag mitteilt.

Werkzeuge für Autohaut-Außenteile in neuem Unternehmen

Der neue Eigentümer will den Geschäftsbereich künftig als Cartec Tooling GmbH unter dem Dach der geplanten Deutsche Werkzeugbau (DWB) betreiben, zu der bereits die Gebr. Rath Werkzeugbau in Kreuztal gehört. Dieses Unternehmen hatte die Investorengruppe 2018 von Linde+Wiemann übernommen. Cartec ist auf den Bau von Werkzeugen vor allem für die Produktion der Außenhaut von Fahrzeug-Karosserien spezialisiert und bietet damit eine ergänzende Produkterweiterung zu Gebr. Rath Werkzeugbau, die auf hochbelastbare Werkstoffe für die Automobilindustrie ausgelegt ist.

Cartec Tooling GmbH und Gebr. Rath Werkzeugbau bleiben rechtlich voneinander unabhängige Unternehmen. Zum Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen, wie es in der Mitteilung heißt.

Der Werkzeugbauer Aweba bleibt im Schuler-Konzern, wie ein Sprecher auf Anfrage von MM Maschinenmarkt mitteilte. Das Unternehmen ist ein Werkzeugbauer für Kundenbereiche wie Getriebebauteile, Druckgießformen, Antriebsstränge oder Schneidwerkzeuge.

Investoren wollen internationales Industriegeschäft aufbauen

Ziel der Investorengruppe sei der langfristig angelegte Auf- und Ausbau eines internationalen Industriegeschäfts mit Schwerpunkt im Produzierenden Gewerbe, sagte Martin Scheiblegger, Mitgesellschafter und Geschäftsführer von Accursia Capital. Ein wichtiger Teil davon sei der Werkzeugbau.

Schuler-Vorstandsvorsitzender Domenico Iacovelli sagte: „Wir haben sehr intensiv nach der besten Lösung für unsere Werkzeugbauer gesucht. Im künftigen Verbund der Deutschen Werkzeugbau haben diese Spezialisten ungeachtet aller akuten Marktprobleme langfristig bessere Chancen, sich zu entwickeln und zu wachsen. Umgekehrt kann sich die Schuler Pressen GmbH künftig noch stärker auf ihr ursprüngliches Kerngeschäft in Pressenbau und Service konzentrieren. Den im Schuler-Konzern verbleibenden und am Markt gut positionierten Teil des Werkzeugbaus bündeln wir in unserer Tochtergesellschaft Aweba.“

„Ungeachtet der aktuellen Krise in der Automobilindustrie haben die deutschen Hersteller aufgrund ihrer hervorragenden Kompetenz und Kundenbeziehungen in den kommenden Jahren attraktive Wachstumschancen. Der Werkzeugbau von Schuler und die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Markt hochangesehen. Diese Position wollen wir weiterentwickeln und in den Geschäftsbereich langfristig investieren“, sagte Dr. Jochen Brinkmann, Geschäftsführer der Deutsche Werkzeugbau-Gruppe und von Navigator Capital.

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