Robotergestütztes Schweißen  Der Schweißdraht als Sensor 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Fronius hat Wire Sense, das für Präzision im robotergestützten Schweißen steht, weiterentwickelt. Das patentierte Assistenzsystem, das seit Jahren erfolgreich in der Automobilindustrie eingesetzt wird, ist nun deutlich vielseitiger. 

Wire Sense erkennt dank der hochfrequenten reversierenden Drahtbewegung, die durch die Antriebseinheit Robacta CMT ermöglicht wird, präzise kleinste Höhenunterschiede, Kanten und Spalte am Bauteil.(Bild:  Fronius)
Wire Sense erkennt dank der hochfrequenten reversierenden Drahtbewegung, die durch die Antriebseinheit Robacta CMT ermöglicht wird, präzise kleinste Höhenunterschiede, Kanten und Spalte am Bauteil.
(Bild: Fronius)

Erstmals werden auch die Bau- und Landmaschinenbranche, der gewerbliche Transport und die Metall verarbeitende Industrie allgemein adressiert. Ab sofort überzeugt die Exaktheit von Wire Sense bei sämtlichen gängigen Nahtgeometrien auch im Stahl- und Behälterbau oder bei Chrom-Nickel-Bauteilen.

Trotz hoher Sorgfalt kommt es in der industriellen Fertigung mit Roboterschweißsystemen immer wieder zu Ungenauigkeiten durch Spanntoleranzen oder vorgelagerte Prozesse. Das stellt Unternehmen und Roboterintegratoren vor Herausforderungen. Mit dem Roboterassistenzsystem Wire Sense hat Fronius eine Lösung geschaffen: Der Schweißdraht wird kurzerhand zum Sensor, um die Position des Bauteils exakt zu bestimmen. Dadurch kann auf Positionsabweichungen genauestens reagiert und Schweißnaht-Verläufe können entsprechend korrigiert werden. Das reduziert Nacharbeit sowie Bauteilausschuss, wie es in einer Mitteilung heißt.

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(Bild: VCG)

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Drahtelektrode wird auch zur Vermessung genutzt

Wire Sense nutzt die Drahtelektrode nicht nur zum Schweißen, sondern auch zur Vermessung von Bauteilgeometrien. Durch die hochfrequente, reversierende Drahtbewegung erkennt das System präzise Bauteil- sowie Nahtgeometrien, Kanten, Höhenunterschiede und Spalte – ganz ohne zusätzliche Sensorhardware. Besonders bei spiegelnden Oberflächen wie Aluminium zeigt Wire Sense seine Stärken, wie es heißt, da hier optische Systeme wie Kameras oft versagen.

„Die Messung erfolgt kontaktbasiert über einen Kurzschluss ohne Schweißung und funktioniert mit allen üblichen Zusatzmaterialien“, erklärt Philipp Schlor, Strategic Product Manager bei Fronius International. „Die Fronius Schweißstromquelle, eine I Wave oder TPS/i, erkennt Kanten oder Stöße und übermittelt diese Information an die Robotersteuerung. Diese gleicht die Daten mit dem programmierten Pfad ab und korrigiert den Tool Center Point (TCP) automatisch, wodurch die Naht stets genau an der gewünschten Stelle geschweißt wird.“

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Die neue Wire-Sense-Version unterstützt jetzt sämtliche Nahtgeometrien: Kehlnähte, I-Stöße, Bördelnähte und komplexe angearbeitete Formen. Ebenso ist das Roboterassistenzsystem flexibel und zuverlässig bei Materialien wie Stahl, Edelstahl, Aluminium und CrNi-Legierungen anwendbar. Damit wird es für mehr Anwendungen attraktiv – insbesondere für Unternehmen, die mit variierenden Blechstärken und anspruchsvollen Geometrien arbeiten. Auch dickere Materialien ab 4 Millimeter lassen sich nun zuverlässig erfassen und verarbeiten.

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