Leichtbau

Transition Joint überbrückt Lücken im Leichtbau

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Beim Verbinden von Blechen aus Aluminium und Stahl dient das geometrisch an die Verbindungsstelle angepasste Bimetallband als Bindeglied – Transition Joint – zwischen den beiden Materialien. Die jeweils artgleichen Verbindungen zwischen Blech und Transition Joint werden dem IWS zufolge am besten durch Laserstrahlschweißen hergestellt, wobei Prozessgeschwindigkeiten von 5 m/min und mehr möglich seien.

Herstellung realer Bauteile möglich

Der beim Schweißen auftretende lokal begrenzte Energieeintrag beeinträchtige die Eigenschaften des Bimetallbandes kaum oder nur unerheblich, heißt es. Neben Überlapp- und Eckstößen sollen auch echte Stumpfstöße erzeugt werden können, wie sie bisher nur in der Tailored-Blank-Fertigung bekannt sind.

Die anlagen- und prozesstechnischen Entwicklungen haben dem IWS zufolge bereits einen Stand erreicht, der die Herstellung realer Bauteile ermöglicht, beispielsweise für Karosserieanwendungen. Mehrere wissenschaftliche Arbeiten sprechen für die ausgezeichnete Umformbarkeit in Biege-, Crash- und Tiefziehversuchen.

Dr. Axel Jahn, Leiter der Gruppe „Bauteilauslegung“ am IWS, führte zum Beispiel Umformversuche mit herkömmlichen Tiefziehwerkzeugen durch. Dabei soll sich gezeigt haben, dass die Einführung der Multimaterialbauweise in bestehende Produktionslinien keine große Hürde darstellt.

IWS kann Verfahren bei Bedarf kundenspezifisch anpassen

Mit seinen Mitarbeitern stellte Dr. Jahn außerdem ein belastungsangepasstes Kastenprofil aus Stahl und Aluminiumblechen her, mit dem im Vergleich zu punktgeschweißten Stahlprofilen mit den gleichen Außenabmessungen eine Massereduktion von 30 % erreicht wurde – bei gleichem Crashverhalten!

Das IWS kann das Verfahren bei Bedarf kundenspezifisch anpassen und bietet in diesem Zusammenhang Serviceleistungen aus einer Hand: von der belastungsgerechten Auslegung von Hybridbauteilen über die Anpassung der Fügeprozesse bis zur Bauteilprüfung. MM

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