Tube 2016 Trumpf führt Thermografie für Laserschweißen ein

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Trumpf hat auf der Messe Tube in Düsseldorf letzte Woche ein neues Prozessüberwachungssystem für das Laserschweißen von Rohren vorgestellt. Das System basiert auf dem Thermografie-Verfahren und visualisiert den Schweißprozess. Hierbei detektiert eine Sensorik in Zusammenarbeit mit einer Hochleistungskamera die Oberflächentemperatur am Werkstück und erkennt mangelhafte Schweißnähte bereits während des Schweißens.

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Das Prozessüberwachungssystem mit Thermografie ist eine Option für das bereits verfügbare Nahtsensorsystem Seam Line Pro.
Das Prozessüberwachungssystem mit Thermografie ist eine Option für das bereits verfügbare Nahtsensorsystem Seam Line Pro.
(Bild: Trumpf)

Der Maschinenbediener kann dank Thermografie quasi in den Prozess „reinschauen“ und auf Basis der ermittelten Messwerte die Parameter der Anlage und somit auch den Schweißprozess selbst verbessern. Das Ergebnis ist nach Unternehmensangaben, dass die Produktivität der Anlage steigt. Außerdem lassen sich durch die Prozessüberwachung fehlerhafte Bauteile erkennen und aussortieren, heßt es weiter.

Das Prozessüberwachungssystem mit Thermografie ist eine Option für das bereits verfügbare Nahtsensorsystem Seam Line Pro. Dieses hilft während des Schweißprozesses dabei, den Fügespalt exakt zu treffen und die Nahtgeometrie zu vermessen, indem es gleichzeitig Fügestelle, Brennfleck und Schweißnaht erfasst und auswertet. Seam Line Pro erlaubt zudem Aussagen über die Qualität der erzeugten Schweißnaht. Trumpf führt die Thermografie-Option zunächst für seine Tru Flow CO2-Laser in Kombination mit der Tru Laser Cell 1100 ein. Im nächsten Schritt wird das System auch für Anlagen mit Festkörperlaser verfügbar sein.

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