Batteryrecycling Trumpf investiert in US-amerikanisches Batterierecycling-Start-up

Redakteur: Peter Königsreuther

Battery Resourcers heißt das Start-up aus Worcester im Staat Massachusetts, an dem sich Trumpf Venture jetzt beteiligt. Dort kennt man ein Verfahren für die Wiedergewinnung von Batterierohstoffen.

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Trumpf Venture setzt aufs Batterierecycling. Das Unternehmen investiert deshalb in das US-amerikanische Recycling-Start-up Battery Resourcers, wie heute bekannt wurde.
Trumpf Venture setzt aufs Batterierecycling. Das Unternehmen investiert deshalb in das US-amerikanische Recycling-Start-up Battery Resourcers, wie heute bekannt wurde.
(Bild: Trumpf)

Im Gegensatz zu üblichen Verfahren, die eine Batterie in ihre einzelnen chemischen Bestandteile zerlegen, erlaubt das Know-how von Battery Resourcers die direkte Herstellung von neuem Kathoden-Aktivmaterial aus Alt-Batterien und Produktionsabfällen, erklärt Trumpf. „Der neue Recycling-Prozess von Battery Resourcers sorgt für eine nachhaltigere Elektromobilität, indem er die knappen Rohstoffe im Wirtschaftskreislauf hält, die Kosten bei der Fertigung neuer Batterien spart und auch den Energiebedarf senkt“, fasst Dieter Kraft, Geschäftsführer von Trumpf Venture. zusammen. Recycelt werden könnten damit 97 Prozent der in der Batteriezelle verwendeten Metalle.

Der Trumpf-Venture-Geschäftsführer Dieter Kraft äußert sich zur Investition in Battery Resourcers: „Mit dem speziellen Know-how von Battery Resourcers bleiben knappe Rohstoffe aus ausgedienten Batterien im Wirtschaftskreislauf. Das bedeutet mehr Nachhaltigkeit für die E-Mobilität!“
Der Trumpf-Venture-Geschäftsführer Dieter Kraft äußert sich zur Investition in Battery Resourcers: „Mit dem speziellen Know-how von Battery Resourcers bleiben knappe Rohstoffe aus ausgedienten Batterien im Wirtschaftskreislauf. Das bedeutet mehr Nachhaltigkeit für die E-Mobilität!“
(Bild: Trumpf)

Im Vergleich zur Herstellung einer neuen Batterie, sinken die Kosten damit um rund 35 Prozent, die Emissionen werden um etwa 20 Prozent und der Energiebedarf um 13 Prozent verringert, heißt es weiter. Aber nicht nur die Ditzinger haben sich an diesem Start-up beteiligt, wie man erfährt. Die Attraktivität dieser Recyclingsparte für Investoren hat ihren Grund...

Recycling von der Babyzelle bis zum großen Stromspeicher möglich

Lithium-Ionen-Batterien sind das Herzstück der meisten heute auf den Straßen zu sehenden Elektrofahrzeuge. Materialien wie eben Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt, die in ihrer Gewinnung teuer und teilweise nicht nachhaltig sind, braucht es zur Herstellung der Batterien. Das ist der Grund, warum die Industrie danach strebt, Batteriezellen zu recyceln, um mit relativ wenig Aufwand wieder an dieser Rohstoffe zu kommen. „Mit unserem Know-how können wir fast alle verwendeten Materialien recyceln – und zwar nicht nur die von Batterien aus der Elektromobilität sondern auch von kleineren Batterien aus der Unterhaltungselektronik oder von großen, industriell genutzten Stromspeichern. Der Prozess funktioniert unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung“, betont Mike O’Kronley, CEO von Battery Resourcers.

Sofort einsatzfähiges Kathoden-Aktivmaterial ohne viel Aufwand

Die herkömmlichen Recyclingprozesse sind außerdem recht aufwendig, denn die Batteriezelle müssen mechanisch zerkleinert werden. Auch das chemische Separieren des Materialmix in reine chemische Elemente wie Nickel, Mangan und Kobalt, ist nicht trivial, sagt O’Kronley. Mit dem neuen Verfahren könne jedoch ein Großteil der chemischen Prozessschritte entfallen, weil es den Materialmix ohne weitere Separierung direkt in neues Kathoden-Aktivmaterial umwandeln könne, welches den hohen Ansprüchen neuer Elektrofahrzeug-Batterien sofort entspreche. Als Aktivmaterialen werden im Übrigen alle chemischen Substanzen bezeichnet, die elektrische Energie speichern können, wie zum Beispiel das altbewährte, kobalthaltige Lithiumoxid. Für die Elektromobilität werden allerdings geschichtete Oxide aus Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt (NMC) als Aktivmaterialien genutzt, weil sie mehr Leistung bringen.

„Durch unsere Investition in dieses Zukunftsfeld und die vielversprechende Technologie von Battery Resourcers stärken wir unser bereits bestehendes Engagement in der Elektromobilität“, erklärt Kraft.

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