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Auftragseingang VDMA schließt weitere Rückschläge nicht aus

Redakteur: Melanie Krauß

Laut VDMA ist der Tiefpunkt im Maschinen- und Anlagenbau überwunden – allerdings nur vorerst. Denn steigende Infektionszahlen könnten für die Branche erneut zum Problem werden.

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Im dritten Quartal ist der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau um 14 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
Im dritten Quartal ist der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau um 14 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
(Bild: ©Parilov - stock.adobe.com)

Der Maschinen- und Anlagenbau erholt sich schrittweise von den Folgen der Coronakrise. Nach dem saisonalen Rückschlag im August zeigte der Auftragseingang im September 2020 wieder ein positives Bild. „Das Vorjahresniveau wurde zwar noch um real 10 % unterschritten. Die Inlandsorders verzeichneten jedoch erstmals seit Januar dieses Jahres wieder einen Zuwachs“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Das Orderplus von 4 % im Inland hängt allerdings auch mit einem schwachen Vergleichsmonat im Vorjahr zusammen. Bei den Auslandsorders war das Bild gegenläufig; sie sanken aufgrund eines starken Basiseffekts um 16 % zum Vorjahr. „Die Auftragslage hat sich zuletzt aufgehellt, aber Rückschläge sind angesichts einer zunehmenden Verunsicherung der Investoren wegen der steigenden Infektionszahlen nicht auszuschließen“, erläuterte der VDMA-Chefvolkswirt.

In den ersten neun Monate des Jahres (Januar bis September 2020) resultierte ein reales Minus von 15 % in den Auftragsbüchern des Maschinen- und Anlagenbaus. Darin spiegeln sich sowohl der gute Start ins Jahr als auch die anschließenden heftigen Coronaverwerfungen wider. Das erste Quartal hatte die mittelständische Maschinenbauindustrie mit einem kleinen Bestellrückgang von 2 % abgeschlossen, im zweiten Quartal schlug dann ein Minus von 30 % zu Buche.

„Die Unternehmen kämpfen um jeden Auftrag. Der Tiefpunkt wurde im dritten Quartal eindeutig überwunden – vorerst“, so Wiechers. „Wichtig ist, dass die Regierung ihre Hilfsprogramme noch stärker durch langfristige, Innovationen und Investitionen fördernde Maßnahmen ergänzt und sich zum Beispiel den Forderungen nach Steuererhöhungen eindeutig widersetzt.“

Im Drei-Monats-Zeitraum Juli bis September 2020 sank der Auftragseingang um real 14 % zum Vorjahr. Aus dem Inland kamen 10 % weniger Bestellungen, die Auslandsaufträge blieben um 16 % unter ihrem Vorjahresniveau. Dabei schrumpften die Orders aus den Euro-Ländern um 16 %, aus den Nicht-Euro-Länder wurden 17 % weniger Bestellungen verbucht.