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Coronavirus Verschobene Messen kosten Wirtschaft bis zu 3 Mrd. Euro

| Redakteur: Melanie Krauß

Durch die bisher abgesagten beziehungsweise verschobenen Messen erwartet der Auma – Verband der deutschen Messewirtschaft Einbußen für die Gesamtwirtschaft in Höhe von fast 3 Mrd. Euro.

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Aufgrund des Coronavirus wurden bereits einige Messen abgesagt, darunter auch die Hannover Messe im April.
Aufgrund des Coronavirus wurden bereits einige Messen abgesagt, darunter auch die Hannover Messe im April.
(Bild: ©jotily - stock.adobe.com)

Das Institut der Deutschen Messewirtschaft im Auma hat die Effekte auf Deutschland erstmalig hochgerechnet. Grundlage sind Berechnungen des ifo Instituts zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der deutschen Messen von 2018.

Mehr als 24.000 Arbeitsplätze sind danach betroffen und dem Fiskus gehen über 470 Mio. Euro Steuereinnahmen verloren. In den genannten Summen sind nicht die entgangenen Umsätze enthalten, die die Unternehmen sonst auf Messen getätigt hätten. Diese Werte liegen dem Auma zufolge noch um ein Vielfaches höher und können nur in begrenztem Umfang durch andere Maßnahmen substituiert werden.

„Veranstalter, Aussteller, Besucher und Dienstleister verlieren jede Planungssicherheit. Sie haben hohe Vorlaufkosten ohne Aussicht auf entsprechenden Nutzen oder hohe akute Umsatzeinbußen“, sagt Auma-Vorsitzender Philip Harting. „Der Beitrag der Messewirtschaft von jährlich über 28 Mrd. Euro zur gesamten Wirtschaftsleistung könnte um rund 10 % sinken.“

Neben Messeveranstaltern und -dienstleistern sind auch viele andere Wirtschaftszweige betroffen, insbesondere die Hotellerie und Gastronomie, das Transportgewerbe sowie zahlreiche Lieferanten und Handwerker vor Ort.

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