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Schuler Volkswagen produziert Teilkomponenten von Elektromotoren auf Schuler-Anlage

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Im Presswerk von VW in Kassel formen mehrere Schuler-Pressen im Sekundentakt Karosserie- und Strukturteile für die verschiedenen Fahrzeuge des Konzerns. Für zwei Modelle kommt eine Schuler-Anlage auch bei der Produktion von Antriebskomponenten zum Einsatz, wie Schuler jetzt bekannt gibt. Die Presse vom Typ Smartline stanzt und paketiert die Bleche, aus denen die Motoren dieser Elektro-Autos zusammengesetzt sind, heißt es weiter.

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Für die Volkswagen-Modelle e-Golf und e-Up kommt eine Smartline bei der Produktion von Antriebskomponenten zum Einsatz.
Für die Volkswagen-Modelle e-Golf und e-Up kommt eine Smartline bei der Produktion von Antriebskomponenten zum Einsatz.
(Bild: Schuler)

Seit August 2014 läuft die Anlage in der Kasseler Fertigung. Alle fünf Minuten verlässt die Smartline ein Statorpaket und sechs Rotorpakete, die ohne aufwendige Folgeprozesse direkt weiterverarbeitet werden können, wie Schuler mitteilt. Volkswagen verarbeitee auf der Smartline eine Blechdicke von gerade einmal 0,3 mm, sogar 0,2 mm seien möglich. Die Verarbeitung von dünneren Blechen ermögliche die Herstellung von Elektromotoren mit niedrigeren Wirbelstromverlusten und folglich höherem Wirkungsgrad bei sinkendem Stromverbrauch.

Mit der in der in der Smartline eingesetzten Technik werden deutlich längere Standzeiten für die Werkzeuge erzielt, und dadurch werden zu der Erhöhung der Ausbringung gleichzeitig die Stückkosten verringert. Die guten Werkzeug-Standzeiten sind auf die extreme Präzision mit spielfreier Stößelführung sowie die hohe Steifigkeit der Presse zurückzuführen, erklärt Schuler. Durch den öltemperierten Gusskörper erhöhe sich auch die thermische Stabilität signifikant. Die tonnenschwere Anlage arbeitee trotz eines 3,30 m langen Pressentischs auf hundertstel Millimeter genau. Hierfür sorge nicht zuletzt die von Schuler entwickelte dynamische Eintauchtiefenregelung, welche die Eintauchtiefe des Werkzeuges bei jedem Hub kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert. Der gesamte Vorgang vom Messen bis zum Justieren dauert dabei nur hundertstel Sekunden. Die Smartline ist daher in der Lage, auch sehr lange Werkzeuge oder extrem dünne Bleche, die nur einen geringen Schnittspalt erlauben, prozesssicher stanzen zu können.

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