KI in der Arbeitsvorbereitung Von der Handskizze zum digitalen Biegeteil

Quelle: Pressemitteilung Jorns 2 min Lesedauer

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Jorns und Microsea zeigten auf der Euroblech, wie die clevere Vernetzung von intelligenter Software und hochpräziser, hochdynamischer Hardware die Arbeitsvorbereitung erleichtert.

Auf der Euroblech 2026 präsentierte die Schweizer Jorns AG zahlreiche Lösungen aus ihrem Portfolio rund ums Biegen. (Bild:  Jorns AG)
Auf der Euroblech 2026 präsentierte die Schweizer Jorns AG zahlreiche Lösungen aus ihrem Portfolio rund ums Biegen.
(Bild: Jorns AG)

Mit hochinnovativen Automatisierungslösungen, prozesssicheren Biegesystemen und einem starken Fokus auf die durchgängige Digitalisierung zeigte sich die Jorns AG auf der Euroblech 2026. Das Schweizer Unternehmen setzt mit seinen Lösungen laut eigenen Aussagen ein klares Ausrufezeichen für die Zukunft der langen Blechbearbeitung. Neben einer automatisierten Lösung für das Materialhandling gab es am Messestand auch eine Ki-Lösung, die einfache Handskizzen automatisch erkennt und daraus vollständige digitale Biegeteile erstellt.

Materialhandling: ein vollautomatischer Rundum-Prozess

Jorns gibt bekannt, dass im Zentrum des Publikumsinteresses am Messestand der Jorns Profilmanipulator JPM stand, der als technologisches Highlight live im Einsatz vorgeführt wurde. Als vollautomatischer Rundum-Prozess übernimmt das System das Beladen, Wenden, Biegen und Entladen von einem oder mehreren Blechen gleichzeitig – komplett ohne manuelle Zwischenschritte. Der JPM zeichne sich insbesondere durch folgende USPs aus:

  • Sensorische Prozesssicherheit: Eine lückenlose Überwachung sorgt dafür, dass die Profile im laufenden Prozess zu keinem Zeitpunkt unkontrolliert fallen gelassen oder beschädigt werden.
  • Präzises Vakuum-Handling: Um 90° schwenkbare und je nach Blechdicke austauschbare Vakuum-Saugtraversen sollen Kratzer an empfindlichen Sichtflächen verhindern.
  • Taktzeitoptimierung: Durch einen optionalen Seiteneinzug werden die Abläufe steuerungstechnisch überlappt. Während das fertige Profil abgelegt wird, zieht das System bereits parallel das nächste Blech ein.
  • Erweiterte Bearbeitungsflexibilität: Das System erlaubt das vollautomatische Zupressen von Lisenen und Falzen von außen, wodurch selbst anspruchsvolle Fassadenprofile einen mannlosen Durchlauf erhalten.
  • Hybrid-Betrieb & einfaches Teaching: Ein Wechsel zwischen Auto- und Handbetrieb ist nahtlos möglich. Für ein intuitives Programmieren neuer Profile und das präzise Einlernen von Entnahmepositionen sorgt ein mobiles Teaching-Bedienpanel.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wandelt der JPM unkalkulierbare Variablen in fixe, planbare Maschinenkosten um. Durch Funktionen wie die automatische Stapelfunktion am Auslaufförderer werden sogenannte Ghost Shifts (mannarme Produktionen nach Feierabend) Realität. Gleichzeitig sorgt der aktive Bediener- und Gesundheitsschutz für eine spürbare Entlastung des Personals von schwerer, körperlicher Arbeit. Eine exemplarische ROI-Berechnung soll den massiven Hebel auf die Stückkosten verdeutlichen: Beim Biegen langer Profile lässt sich der Personalbedarf an der Maschine senken, während wertvolle Mitarbeiterkapazitäten für andere Aufgaben freigesetzt werden.

Arbeitsvorbereitung mit Künstlicher Intelligenz

Für die Messebesucher aus dem Handwerk und die industrielle Arbeitsvorbereitung war auch die Präsenz des Softwarepartners Microsea direkt mit auf dem Messestand interessant. Mit dem gemeinsamen Messeauftritt möchten die beiden Unternehmen unterstreichen, dass die Zukunft der Fertigung in der cleveren Vernetzung von intelligenter Software und hochpräziser, hochdynamischer Hardware liegt.

Die Wiener Softwareschmiede präsentierte in enger Symbiose mit den Jorns Biegemaschinen wegweisende Neuerungen ihrer bekannten Bendex-Software. Im Fokus stand dabei insbesondere Bendex AI, eine KI-gestützte Technologie, die einfache Handskizzen automatisch erkennt und daraus vollständige digitale Biegeteile erstellt und somit die Lücke zwischen Baustelle und Werkstatt nahtlos schließt.

Was bisher manuell gezeichnet und erfasst werden musste, übernimmt nun die KI: Ein Foto einer handschriftlichen Skizze genügt. Bendex AI analysiert Geometrie, Masse und Profilinformationen und verwandelt diese automatisch in eine digitale Biegezeichnung und generiert parallel die exakte Stückliste sowie die benötigten Maschinendaten. Für Spengler- und Bedachungsbetriebe bedeute dies einen massiven Zeitsprung und die vollständige Eliminierung von Übertragungsfehlern auf dem Weg zur Maschine, so das Unternehmen.

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