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Handschrauber und mehr... Webunterstützter Handschrauber-Neuling zieht anders an

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die industrielle Welt geht mit ihren Produkten und eigenen Produktionsmitteln den smarten Weg und vernetzt sich kreuz und quer. Das hat seine Vorteile, wie ein neuer Elektrohandschrauber von Deprag erneut beweist.

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Der günstige Elektrohandschrauber Minimat-ED von Deprag gilt als attraktiver Alleskönner. Der Newcomer lässt sich in Verbindung mit dem Comcenter ED schnell und unkompliziert an jeden Schraubfall anpassen, heißt es.
Der günstige Elektrohandschrauber Minimat-ED von Deprag gilt als attraktiver Alleskönner. Der Newcomer lässt sich in Verbindung mit dem Comcenter ED schnell und unkompliziert an jeden Schraubfall anpassen, heißt es.
(Bild: Deprag)

Innovatives Erweitern und fortlaufendes Optimieren bestehender Produktlinien ist einer der Leitgedanken des Schraubtechnikspezialisten Deprag Schulz, heißt es. Aktuelles dazu biete der flexible und günstig zu habende Elektrohandschrauber des Typs Minimat-ED, eine Neuerung im Produktportfolio. Der als Alleskönner bezeichnete Schrauber lässt sich in Verbindung mit dem sogenannten Comcenter ED auch schnell und unkompliziert an jeden Schraubfall anpassen, sagt Deprag.

Genauer gesagt, kann das Comcenter ED bequem über das Webinterface bedient werden und versetzt den Anwender dabei in die Lage eine benutzerfreundliche und komfortable Parametrierung des Schraubers vorzunehmen. Die Basisstation könne sowohl über Ethernet als auch über Wlan ins Netzwerk eingebunden werden. Um den Zugriff über Wlan zu ermöglichen, kann das Comcenter ED einfach über die integrierte Weboberfläche als Access Point eingerichtet werden, sagt Deprag. Der Zugriff auf Einstellungen oder das Erstellen und Abändern von Schraubprogrammen sei so auch jederzeit problemlos über Smartphone, Tablet oder andere mobile Endgeräte möglich.

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„Big Brother“ für prozesssichere Schraubvorgänge

Mit der Erweiterung des Funktionsumfangs beim Comcenter ED ist die Ansteuerung des Schraubers nun auch über Ein- und Ausgänge möglich, heißt es weiter. Sobald die E/A-Schnittstelle über das Webinterface aktiviert ist, sind die Tasten direkt am Schrauber funktionslos und die benötigte Prozesssicherheit ist gewährleistet. Es stehen dabei vier Eingänge für die Programmwahl sowie Ausgänge für Statusmeldungen (IO/NIO/Ready) bereit. Die Programmanwahl könne unter anderem über eine Toolbox oder einen Scanner erfolgen. Außerdem kann eine externe Startfreigabe des Schraubers über eine übergeordnete SPS oder ein Positionskontrollstativ (PKS) erfolgen, so Deprag.

Und Bewährtes bleibe unverändert. Deshalb kann das für den Schraubvorgang erforderliche Drehmoment bei einer deaktivierten E/A-Schnittstelle weiterhin flexibel eingestellt oder über vordefinierte Schraubprogramme ausgewählt werden, präzisiert der Hersteller. Das könne einfach per Tastendruck direkt am Schrauber geschehen. Dabei können bis zu fünf Verschraub- und fünf Löseprogramme (mit vordefinierten Drehmoment- oder Drehwinkelwerten) gespeichert und deshalb mühelos angewählt werden. Mit dem Schraubvorgang könne danach sofort losgelegt werden. Ist der Zielwert erreicht, schaltet der elektronische Handschrauber zuverlässig und präzise ab, betont Deprag. LEDs zeigen dem Bediener dabei sofort an, ob der Schraubvorgang erfolgreich beendet ist. Am Display ist dann das erreichte Abschaltmoment sichtbar.

Der leistungsstarke Minimat-ED ist in drei Varianten erhältlich, die Drehmomente von 0,24 bis 4,8 Nm bei Drehzahlen bis 1500 m-1 erlauben. Die Drehzahlen sollen bis zur Maximaldrehzahl des jeweiligen Schraubertyps für jedes Schraubprogramm individuell parametrierbar sein.

Schraubunterstützung für Nacharbeiten

Mit dem Minimat-ED könnten außerdem auch komplexere Schraubabläufe ohne großen Aufwand umgesetzt werden. Ein Beispiel: Hat ein Anwender verschiedene Schraubfälle mit wechselnden Anzugsparametern durchzuführen, so klappt das Ganze mit mehrstufigen, parametrierbaren Schraubprogrammen. In den einzelnen Programmen würden die Drehmoment- und Drehwinkelwerte eingestellt. Der gesamte Schraubablauf kann damit komplett voreingestellt werden – die Bedienperson muss lediglich das richtige Schraubprogramm auswählen, merkt Deprag an. Auf der digitalen Anzeige kann das bei Bedarf kontrolliert werden. Selbstverständlich könne der Anwender, wie bisher auch, die Drehzahlen der einzelnen Schraubstufen beliebig anpassen.

Daniel Guttenberger, Produktmanager für Deprag-Schraubtechnik, erklärt: „Der elektronische Handschrauber empfiehlt sich für alle Anwendungen, besonders aber bei Arbeitsplätzen mit variierenden Anzugsparametern, wie etwa Nacharbeitsplätze.“ Der Minimat-ED mit Comcenter ED ist laut Guttenberger eine ideale Alternative zu anderen Schraubsystemen. Das Produkt punkte mit einem attraktiven Preis, Anwendungsflexibilität und einfacher Bedienbarkeit. Damit wirkt es nicht nur auf Schrauben ausgesprochen „anziehend“, sondern auch auf die Anwender, schmunzelt Guttenberger.

Ergonomie durch Form und Leichtigkeit

Wer die Anzugsparameter checken will, dem hilft der Schrauber dabei: Der Bediener sieht alle eingestellten Werte auf der digitalen Anzeige und muss diese nicht extra an einem dafür vorgesehenen Prüfplatz kontrollieren, beschreibt Deprag. Diese Visualisierung garantiert eine hohe Prozesssicherheit zusätzlich. Außerdem überzeuge der Handschrauber mit seiner besonders schlanken Bauform und seinem niedrigen Gewicht. Weitere, bewährte Eigenschaften sind zusätzlich berücksichtigt. Dazu gehören die ergonomische Griffgestaltung und der Aufhängebügel für den Gewichtsausgleich. Ein integriertes Schnellwechselfutter erleichtert den Werkzeugwechsel. Der Bedienkomfort lässt auch beim neuen Minimat-ED keine Wünsche offen. Und noch ein Plus: Für die Elektronikindustrie ist die ESD-Fähigkeit gewährleistet.

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