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WIG-System mit Kalt- und Heißdrahtzufuhr

| Redakteur: Frauke Finus

Dinse hat ein System zum automatisiertes WIG-Schweißen mit Zusatzdraht entwickelt, mit dem das Anwendungsspektrum beim WIG-Schweißen ausgeweitet werden kann.

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Beim Heißdrahtschweißen wird der Draht durch ein zusätzliches Heißdrahtmodul erhitzt. Durch das Vorwärmen kann die Abschmelzleistung im Vergleich zum Kaltdrahtschweißen noch weiter erhöht werden. Daraus resuliert eine deutliche Steigerung der Schweißgeschwindigkeit, die dem eines MIG/MAG Prozesses ähnelt, jedoch spritzer- und emissionsfrei ist.
Beim Heißdrahtschweißen wird der Draht durch ein zusätzliches Heißdrahtmodul erhitzt. Durch das Vorwärmen kann die Abschmelzleistung im Vergleich zum Kaltdrahtschweißen noch weiter erhöht werden. Daraus resuliert eine deutliche Steigerung der Schweißgeschwindigkeit, die dem eines MIG/MAG Prozesses ähnelt, jedoch spritzer- und emissionsfrei ist.
( Bild: Dinse )

Durch den Einsatz von einem zusätzlichen Schweißdraht kann das Anwendungsspektrum beim automatisierten WIG-Schweißen deutlich erweitert werden, wie Dinse mitteilt. Bei dem Verfahren werde zwischen den Varianten Kalt- und Heißdraht unterschieden. Bei der Kaltdrahtzuführung werde der Zusatzwerkstoff an die Schweißstelle geführt und im Lichtbogen abgeschmolzen. Dies biete sich überall dort an, wo eine zügige Schweißgeschwindigkeit, Spaltüberbrückung und Füllvolumen gefordert sind. Darüber hinaus komme das WIG-Schweißen mit Kaltdraht zum Einsatz, wenn eine besondere Nahtoptik und Sichtqualität erzielt werden soll. Es sei für alle gängigen Drahtsorten geeignet.

Beim Heißdrahtschweißen wird der Draht durch ein zusätzliches Heißdrahtmodul erhitzt. Durch das Vorwärmen kann die Abschmelzleistung im Vergleich zum Kaltdrahtschweißen noch weiter erhöht werden, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt. Daraus resuliere eine deutliche Steigerung der Schweißgeschwindigkeit, die dem eines MIG/MAG-Prozesses ähnel, jedoch spritzer- und emissionsfrei sei. Da der Draht bereits vorgewärmt ist, kann außerdem mit weniger Ampere geschweißt werden. Der Vorteil: Um den Draht abzuschmelzen, muss weniger Energie in den Schweißprozess eingebracht werden,m wie es weiter heißt. Das bedeute auch, dass weniger Energie ins Werkstück eingebracht werde, was wiederum die Wärmeeinflusszone minimiere und den Verzug oder die Spannungen im Werkstück reduziere.

Das Heißdrahtverfahren eignet sich neben dem Verbindungsschweißen auch optimal für das Auftragschweißen, da es mit weniger Aufschmelzung des Grundmaterials einhergeht.

Komplettpakete für das automatisierte WIG-Schweißen

Dinse bietet Komplettpakete für das automatisierte WIG-Schweißen mit Zusatzdraht. Die Kalt- und Heißdraht Systeme lassen sich ganz nach Bedarf und Anwendungsfall zusammenstellen. Hauptkomponenten sind die 20 kHz Stromquelle DIX TIG 270, 350 oder 500 DC mit integrierter Drahtsteuerung, das Heißdrahtmodul DIX TIG HW 2800 und das Kühlgerät DIX CM 1000. Diese sind in einem einzigen Gehäuse untergebracht. Stromquelle und Drahtsteuerung müssen nicht separat eingestellt werden, sondern lassen sich über ein gemeinsames Display bedienen. So können Programme hinterlegt und über einen Druckknopf immer wieder abgerufen werden, wie es heißt.

Schweißergebnisse lassen sich dadurch beliebig wiederholen. Außerdem werden Einstellzeiten gespart. Auch bietet die kombinierte Steuerung eine hohe Flexibilität in Hinblick auf die Bestimmung der Drahtgeschwindigkeit, zum Beispiel beim synchronen Puls-Schweißen, so Dinse weiter. Für praktisches Handling und reibungslose Abläufe stehe darüber hinaus ein externes Bedienpanel zur Verfügung, mit dessen Hilfe Parameter im Einrichtbetrieb sowie während des Schweißens verändert werden können. Um reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen, können bis zu 499 Jobs hinterlegt werde.

Der konzentrierte, stabile Rapid TIG Technology (RTT) Lichtbogen der Stromquelle ermöglicht durch seinen hohen Lichtbogendruck schmale Nähte und eine schnelle Schweißgeschwindigkeit, wie es weiter heißt. Die Wärmeeinflusszone ist dabei minimal, womit sich teure Beiz- und Passivierungsverfahren erübrigen. Durch die gezielte Wärmeeinbringung wird der Verzug beziehungsweise Spannungen in den Bauteilen minimiert, heißt es.

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