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Innovationsmanagement

Wo Angst regiert, entsteht keine Kreativität!

| Redakteur: Claudia Otto

Sein Innovationsvorsprung hat den deutschen Maschinen- und Anlagenbau im internationalen Wettbewerb bisher immer glänzen lassen. Doch ohne hoch motivierte Mitarbeiter ist die Innovationsfähigkeit in Gefahr. Mit der richtigen Führung lässt sich gegensteuern.

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Innovationsführerschaft ist die Chance für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau, sich von der Konkurrenz aus Asien abzuheben.
Innovationsführerschaft ist die Chance für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau, sich von der Konkurrenz aus Asien abzuheben.
( Bild: © Mopic - Fotolia )

Die Mitarbeiter sind einer der zentralen Faktoren, die die Zukunft des Maschinen- und Anlagenbaus bestimmen. Der richtige Führungsstil ermöglicht es, sie zu halten und zu motivieren. Davon hängt nicht nur die Produktions-, sondern auch die Innovationsfähigkeit von Unternehmen ab. Innovationen als zentraler Wettbewerbsfaktor lautete daher ein Themenblock der 4. Jahrestagung Zukunft Maschinen- und Anlagenbau in Stuttgart.

Der Innovationsprozess muss auf Augenhöhe erfolgen

„Innovation braucht Führung“, konstatierte Roland Bent, der als Geschäftsführer der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg für Marketing und Entwicklung verantwortlich ist. Innovationsführerschaft baut seiner Meinung nach auf Menschen auf. „Innovationen werden durch Menschen gestaltet, die kreativ, risikobereit und motiviert sind, die entdecken und verändern wollen.“

Innovatoren seien daher Unternehmer – nicht Unterlasser. Unternehmertum könne man jedoch nicht anordnen, es müsse im Unternehmen gelebt werden. „Der Innovationsprozess muss auf Augenhöhe erfolgen. Wo Angst regiert, entsteht keine Kreativität. Das ist nicht möglich“, betonte er. Es bedürfe einer Führung zu Unternehmern, wie Bent erläuterte.

Bei Phoenix Contact bedeutet das: Ziel- und Strategiekommunikation über alle Führungsebenen durch die Geschäftsführung sowie eine hohe Dezentralisierung der Unternehmensstrukturen, das Delegieren von Verantwortung und Kompetenzen, eine konstruktive Fehlerkultur und lebendige Unternehmensleitlinien, die Rahmen setzen für Mission, Vision, Kultur und Werte. „Innovationseinstellung ist ein Top-Down-Prozess. Wenn das Top-Management sich nicht für Innovationen interessiert, warum sollte sich dann jemand anderes dafür interessieren?“

Diese Frage stellte Bent in den Raum. Die Führung habe an dieser Stelle also eine Vorbildfunktion. Um die Innovationseinstellung vorzuleben, gibt es bei Phoenix Contact unter anderem Managementrunden zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess und Best-Practice-Workshops mit der Geschäftsführung.

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