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EWM / Schoeller

100.000 Betriebsstunden geschweißt

| Autor/ Redakteur: Maja Wagener / M.A. Frauke Finus

Teilweise seit den 90iger Jahren im Einsatz: Schweißgeräte von EWM sind im Schoeller Werk im Dauereinsatz.

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Seit rund 25 Jahren bei Schoeller ...
Seit rund 25 Jahren bei Schoeller ...
(Bild: EWM)

Das Familienunternehmen Schoeller Werk GmbH & Co. KG ist einer der weltweit führenden Hersteller von längsnahtgeschweißten Edelstahlrohren. Die Kunden von Schoeller stellen höchste Anforderungen an die Produkte. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, setzt Schoeller seit rund 25 Jahren auf Schweißgeräte der EWM AG. Rund 300 Geräte sind derzeit im Einsatz, darunter die Modelle Tetrix und Tetrix Plasma. In den Produktionsstraßen des Rohrherstellers sind zum Teil noch heute EWM-Geräte der ersten Stunde zu finden, Maschinen, die seit Mitte der 1990er Jahre zuverlässig ihren Dienst verrichten. Das Besondere: Die Schweißgeräte laufen im Dreischichtbetrieb, manchmal sogar im Vierschichtbetrieb, rund um die Uhr durch, weshalb sie inzwischen rund 100.000 Betriebsstunden aufweisen. Ein Zeichen von extremer Langlebigkeit, was in Zeiten von geplanter Obsoleszenz längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Das 1827 gegründete Schoeller Werk hat seinen Sitz in Hellenthal in der Eifel und beschäftigt dort mehr als 1.000 Mitarbeiter auf einer Betriebsfläche von 100.000 m2. Damit ist Schoeller einer der größten Arbeitgeber in der Region. Das Produktportfolio umfasst WIG-, WIG-Plasma- und lasergeschweißte Edelstahlrohre sowie nachgezogene Präzisionsrohre. Das Unternehmen liefert diese in geraden Herstell- und Fixlängen sowie als Ringrohre. Innovationsgetrieben entwickelt Schoeller seine Anlagentechnologie und sein Produktportfolio entsprechend den Kunden- und Marktanforderungen kontinuierlich weiter. Grundlage für die qualitativ hochwertige Herstellung der Produkte ist ein moderner Maschinenpark. Jährlich stellt Schoeller rund 90 Millionen Meter Edelstahlrohre her, die in den Marktsegmenten Automobil und Industrie Anwendung finden. Kunden erhalten beim Schoeller Werk alles aus einer Hand: von der technischen Beratung, der anwendungsspezifischen Produktentwicklung und Rohrfertigung über anforderungsgerechte Qualitätsprüfungen bis zu individuellen Logistikdienstleistungen.

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Kunde seit der ersten Stunde

Möglich ist das auch dank der langjährigen Zusammenarbeit mit EWM. Bereits seit 1995 ist Schoeller Kunde des deutschen Schweißtechnikherstellers. Die Besonderheit dabei: EWM produziert überhaupt erst seit 1993 eigene Schweißgeräte. Davor war das Unternehmen als Komponentenhersteller auf dem internationalen schweißtechnischen Markt vertreten. Das Schoeller Werk ist somit Kunde der ersten Stunde, seit EWM den Wandel zum Gerätehersteller vollzogen hat. In den fast 25 Jahren hat das Unternehmen EWM stets die Treue gehalten. „Früher haben wir klassische Schweißgleichrichtertechnologie verwendet. Das waren robuste, schwere Geräte mit viel Kupfer. Wir hatten wenige Einstellungsmöglichkeiten: Entweder lieferte das Gerät Strom oder nicht“, erinnert sich Stefan Fink, Abteilungsleiter Instandhaltung/Technik bei Schoeller. Er arbeitet seit 34 Jahren im Unternehmen und kennt die Geräte von der Pike auf. Durch den Kontakt zum Schweißinstitut der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen führte das Unternehmen schließlich die Inverter-Technologie ein. Der Schweißgerätehersteller, mit dem Schoeller zuvor zusammenarbeitete, hatte diese Technologie jedoch noch gar nicht im Portfolio. Somit folgte der Wechsel zu EWM.

Gemeinsam Entwicklungen vorantreiben

Die Zusammenarbeit zwischen Schoeller und EWM war von Beginn an durch ein gutes Vertrauensverhältnis, schnelle Reaktionszeiten und zuverlässigen Service geprägt. Ändern sich die Anforderungen an die Geräte, reagiert EWM sofort. „EWM investiert außerdem viel in die eigene Forschung und Entwicklung, wodurch sich für uns die Möglichkeit ergibt, gemeinsam neue Entwicklungen voranzutreiben“, erläutert Stefan Fink. Schoeller hat eine Testanlage, wo das Unternehmen Versuche mit neuen EWM-Technologien durchführt. Ein Ergebnis: Früher hat Schoeller nur WIG-geschweißt, heute nutzt das Unternehmen auch WIG-Plasma-Technologie. Auch bei der Entwicklung neuer Schoeller-Produkte trug die Kooperation bereits Früchte. Als sich das Unternehmen 2008 dazu entschloss, künftig auch Railrohre herzustellen, gelang dieser Schritt schlussendlich auch durch die Zusammenarbeit mit EWM. Heute ist Schoeller der führende Produzent von Railrohren europaweit.

Schweißgeräte individuell zugeschnitten

Eine besondere Anforderung an die Schweißgeräte stellt nicht nur die Unterstützung bei der Entwicklung neuer Produkte bei Schoeller, sondern auch allgemein die hohe Belastung dar. Denn die Maschinen in Hellenthal laufen von sonntag- bis samstagabends nonstop. Hinzu kommt, dass die Wandstärken der Rohre zunehmend dicker werden, wodurch sich die Strombelastung der einzelnen Geräte erhöht. Gemeinsam mit EWM hat Schoeller daher die Schweißgeräte individuell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten. Vor allem die Steuerung, die die präzise Bedienung der Geräte ermöglicht, enthält einige Schoeller-Spezifikationen. „Wenn wir bei EWM ein Schweißgerät bestellen, dann ist das nie ein Gerät von der Stange“, erklärt Stefan Fink.

Damit die Mitarbeiter von Schoeller Geräteprüfungen selbständig durchführen können, haben einige von ihnen an Schulungen von EWM am Stammsitz in Mündersbach (Rheinland-Pfalz) teilgenommen. Früher schickte Schoeller die Geräte ein oder ein Außendienstmitarbeiter von EWM kam ins Werk. Bei mittlerweile 300 Geräten im Einsatz ist es für das Unternehmen effizienter, dafür eigenes Personal einzusetzen. Sicherheitsprüfungen der Schweißgeräte führt Schoeller in einem jährlichen Turnus daher selbst durch. Das Unternehmen nutzt das tragbare Kalibrier- und Validiergerät von EWM, das eigens dafür angeschafft wurde. „Wir arbeiten bei unseren Prüfzirkeln mit einem Maintenance-Tool, das anzeigt, welche Geräte aktuell geprüft werden müssen. Der Standardtest dauert maximal 15 Minuten und ist somit schnell durchgeführt, sofern das Gerät keine Auffälligkeiten aufweist“, erklärt Stefan Fink. Sollte es in seltenen Fällen zu Auffälligkeiten kommen, verlässt sich Schoeller weiterhin auf den Service von EWM. Muss ein Gerät zur Wartung, kann Schoeller auf eines seiner Austauschgeräte zurückgreifen.

Geräte meistern besondere Anforderungen

Neben der schnellen Austauschbarkeit der Geräte innerhalb der eigenen Maschinenanlagen stellt Schoeller seit vielen Jahren besondere Anforderungen an die Schweißgeräte von EWM: Sie müssen schnittstellenkompatibel sein, einer hohen Belastung im Dauereinsatz standhalten, eine hohe Stromstabilität aufweisen und flexibel sowohl an den neuen als auch an den älteren Anlagen einsetzbar sein. Da die Geräte von EWM kompakt sind, kann Schoeller sie nah am jeweiligen Einsatzort innerhalb der Produktionsstraße integrieren. Stefan Fink zieht daher abschließend ein positives Fazit: „Die Zusammenarbeit mit EWM läuft bestens. Die kompetenten Mitarbeiter suchen auch kurzfristig nach Lösungen mit uns. Durch das langjährige Vertrauensverhältnis habe ich Ansprechpartner bei EWM, die ich bereits fast so lange kenne, als wären wir gemeinsam zur Schule gegangen.“

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