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3D-Rohr- und Profilschneideanlagen: Den Marktanforderungen einen Schritt voraus

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Vorbei sind bei GFT also die Zeiten, zu denen die Mitarbeiter Rohre zunächst auf einer Plasma-Anlage schneiden und anschließend die Verbindungskonturen manuell ausschleifen mussten. Zum einen war diese Form der Schweißnahtvorbereitung ein sehr arbeitsintensiver und schmutziger Prozessschritt. Zum anderen waren qualitative Schwankungen unvermeidbar. Und diese machten dem Unternehmen später im Roboterschweißen der Strukturen das Leben schwer. Ganz davon abgesehen ließen sich im zweidimensionalen Plasmaschnitt bestimmte Konturen generell nicht so ohne weiteres 1:1 zeichnungsgerecht umsetzen. Es liegt auf der Hand: Der Wegfall dieser Arbeitsschritte hat nicht nur die Qualität der Verbindungen, sondern auch die Produktivität in der Herstellung der Rohre signifikant erhöht.

Und da sich die Parameter der Schneidaufträge in der Steuerung der LT 14 Jumbo speichern lassen, kann GFT seinen Kunden heute im Laserschneiden gerade auch bei Wiederholaufträgen eine uneingeschränkt reproduzierbare Qualität garantieren.

K.O.-Kriterien im Auswahlprozess

Im Vorfeld der Marktsondierung hatte GFT ein Pflichtenheft mit verschiedenen Vorgaben erstellt, die sich für manche Anbieter als zu hoch hängende Messlatten erwiesen. „Es gibt nicht viele Laserschneidemaschinen für Rohre und Profile mit Längen über 8 m. Mit den 14 m, die wir bei der LT 14 Jumbo verarbeiten können, haben wir im Markt ein Alleinstellungsmerkmal“, nennt Schwabe ein Kriterium, das bei der Auswahl eine Schlüsselrolle spielte. Auch bei der Übernahme der zum Teil zehn bis 15 Jahre alten CAD-Daten im DXF-Format für insgesamt etwa 4000 verschiedene Produkte in die Steuerung der neuen Maschine hatten andere Hersteller passen müssen. Weitere entscheidende Punkte waren kürzeste Taktzeiten und die Flexibilität, bei Bedarf ebenfalls kleinere Rohre und Profile bei noch wettbewerbsfähigen Stückkosten verarbeiten zu können. „Die Kosten pro gefertigtem Teil sollten im Schnitt unter dem Strich deutlich günstiger als bei unserer bisherigen Technik sein“, präzisiert Schwabe die Anforderung.

Hinzu kommt, dass GFT alle Rohre vor dem Schneiden sandstrahlt, um die Materialien für den Stahlbau von der Walzhaut zu befreien. „Wir hatten Sorge, dass die Oberflächen womöglich zu rau sind und die Strahlen des CO2-Lasers abgelenkt werden“, erinnert sich Spanuth. Bei Adige-SYS in Levico Terme in Norditalien sei man hier von vornherein auf sehr kooperative Ansprechpartner gestoßen, die zu jedem Experiment bereit waren und ihre Maschinen bis ins letzte Detail kannten. So war das Schneiden dieser Materialien mit der LT 14 Jumbo schließlich keine wirkliche Herausforderung. Insgesamt drei Maschinenhersteller hatte GFT in die engere Wahl gezogen. Letztlich wurden zwei Hersteller besucht, in deren Democenter die GFT-Experten den Maschinen anhand insgesamt neun besonders anspruchsvoller Muster-Jobs aus dem Tagesgeschäft auf den Zahn fühlten. Am Ende des Besuchstages im topmodernen Werk der BLM Group in Levico Terme stand die Entscheidung fest. „Rohre sind bei Adige-SYS der Dreh- und Angelpunkt des Geschäfts. Das haben wir vor Ort sehr deutlich gespürt“, blickt Schwabe zurück. Auch die Nähe zwischen Vertrieb und Herstellung habe überzeugt. „Peter Echtermeyer von der EHP Blechbearbeitungsmaschinen GmbH als direkter Verbindungspartner der BLM Group in unserer Region hat mit seinem Know-how bei unserer Investitionsentscheidung ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt.“

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