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Absaugsysteme für Schweißanlagen zum Schutz der Mitarbeiter

| Autor/ Redakteur: Christian Wopen / Stefanie Michel

Schweißer und ihre direkte Umgebung sind stets mit Gefahren für ihre Gesundheit konfrontiert: Funken, Gase oder ultrafeine Staubpartikel. Nicht umsonst ist der Schutz der Mitarbeiter Pflicht für metallverarbeitende Unternehmen. Deshalb hat Trumpf am Standort Haguenau (Frankreich) hat Schweißarbeitsplätze mit einer Hochvakuum-Absauglösung von Kemper ausgestattet.

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Kemper konnte sich vor allem mit Detaillösungen gegen die Konkurrenz durchsetzen, von denen sich Trumpf anhand von Referenzobjekten vor Ort ein Bild machen konnte.
Kemper konnte sich vor allem mit Detaillösungen gegen die Konkurrenz durchsetzen, von denen sich Trumpf anhand von Referenzobjekten vor Ort ein Bild machen konnte.
(Bild: Kemper)

Die Aufgabe für die Ausrüstung war klar umschrieben: Um ein neues Gebäude mit 7000 m² wurde der Trumpf-Standort im französischen Haguenau erweitert, die neu geschaffenen Schweißarbeitsplätze sollten sicher und effizient gestalten werden. Kemper lieferte dazu eine Hochvakuum-Absauglösung über Rauchgas-Absaugbrenner bestehend aus zwei Filteranlagen aus der Reihe System 9000. „Kemper hat sich in einem mehrstufigen Ausschreibungsprozess gegen die Konkurrenz durchgesetzt und uns vor allem mit Detaillösungen, von denen wir uns auch anhand von Referenzobjekten vor Ort ein Bild machen konnten, überzeugt“, sagt Vincent Wander, Projektingenieur bei Trumpf in Haguenau.

Die Anlagen erfüllen alle Anforderungen an den Arbeitsschutz und darüber hinaus arbeiten sie zusätzlich mit sehr geringem Geräuschpegel und vermeiden mit dem Funkenvorabscheider Spark-Trap Filterbrände. „Den Funkenvorabscheider haben wir auf der Euroblech 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt“, erklärt Björn Kemper, Geschäftsführer der Kemper GmbH. Seitdem wurden bereits mehr als 20 Projekte realisiert. Mit Spark-Trap werden die Nutzungszeiten für Filter bis um das Dreifache verlängert. „Ich bin überrascht, wie viele Partikel der Spark-Trap schon vor dem eigentlichen Filterprozess aus der Abluft nimmt“, äußert sich Wander zufrieden. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern garantiert auch einen störungsfreieren Produktionsablauf. Bei Trumpf wurde er zudem mit einer Dockingstation für Staubsammeleimer verbaut.

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Filterleistung der Anlagen geht über gesetzliche Vorgaben hinaus

Am Ende nutzt dies alles nichts, wenn die Sicherheit der Mitarbeiter nicht gewährleistet ist. Auch deshalb entschied sich Trumpf für die Anlagen aus dem westfälischen Vreden. Denn bei der Filterleistung gehen die neuen Anlagen bei Trumpf weit über gesetzliche Vorgaben hinaus: Für Schweißrauch sind laut Gesetzgeber Filter der Staubklasse M ausreichend – so definiert es die DIN EN 60335. „Allerdings sind fast 90 % der Partikel im Schweißrauch kleiner als 0,4 μm. Die Ultrafeinen Partikel können mit herkömmlichen Filtern der Klasse M nicht erfasst werden“, erklärt Björn Kemper. Doch genau diese kleinen Partikel sind im besonderen Maße gesundheitsgefährdend. Denn der Ultrafeinstaub kann sich in den Lungenbläschen ablagern und in die Blutbahn gelangen. Diese Ablagerungen können je nach Staubart zu schwersten Gesundheitsschäden bis hin zu einer Krebserkrankung führen.

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