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Abwasseraufbereitung Abwasserfreie Kreislaufführung von Prozesswasser ist wirtschaftlich

| Autor / Redakteur: Jochen Freund / Josef-Martin Kraus

Soll die Fertigung abwasserfrei arbeiten, bietet sich zur Abwasseraufbereitung die Vakuumdestillation an. Sie ist aber auch erforderlich, um sehr reines Spülwasser wiederzugewinnen. Besonders die Oberflächentechnik profitiert von diesem Verfahren, das am Markt auch mit Wirtschaftlichkeit punktet.

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Bild 1: Im Wettbewerb mit anderen Verfahren ist die Vakuumdestillation flexibler anwendbar. Daraus resultiert eine höhere Wirtschaftlichkeit.
Bild 1: Im Wettbewerb mit anderen Verfahren ist die Vakuumdestillation flexibler anwendbar. Daraus resultiert eine höhere Wirtschaftlichkeit.
( Archiv: Vogel Business Media )

Haben Sie in Ihrem produzierenden Betrieb Abwasser, das Sie nicht in die Kanalisation einleiten dürfen? Was passiert damit? Häufig wird das Abwasser – zum Beispiel aus der Teilereinigung – von spezialisierten Firmen abgeholt und fachgerecht entsorgt. Das ist unkompliziert und stört den hausinternen Produktionsablauf nicht.

Abwasseraufbereitung bietet Möglichkeit zur Kostensenkung

Aber genau an dieser Stelle gibt es erhebliche Einsparpotenziale. So lassen sich bei einer hausinternen Aufbereitung mehr als 70% der Abwasserkosten einsparen. Wer zum Beispiel jährlich 2000 m3 industrielle Abwässer aufbereitet statt entsorgt, kann in zehn Jahren über 1 Mio. Euro einsparen. Somit rechtfertigt das Einsparpotenzial in fast allen Fällen Investitionen in Wasseraufbereitungsanlagen. Eine Abwasseraufbereitung ist wirtschaftlich.

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Aber welche Aufbereitungsanlage ist die richtige für Ihren Betrieb? Auf dem Markt gibt es viele Anbieter, die unterschiedliche Aufbereitungsverfahren anbieten. Alle Verfahren haben spezifische Stärken und Schwächen. Die Vielfalt des Angebots macht die Auswahl schwierig.

Chemisch-physikalische Abwasseraufbereitungsanlagen am häufigsten

Die am häufigsten angewandten Verfahren zur Aufbereitung von industriellem Prozesswasser sind chemisch-physikalische Spalt-, Membran- und Vakuumdestillationsanlagen. In chemisch-physikalischen Anlagen wird das Prozesswasser in geeigneter Reihenfolge mit Chemikalien versetzt, sodass die Verunreinigungen als Feststoffe ausfallen. Es folgt die Filtrierung und Entsorgung der Feststoffe. Alternativ oder ergänzend werden Verunreinigungen über Ionentauscherkolonnen abgetrennt. Das Filtrat lässt sich am Ende des Prozesses in der Regel in die Kanalisation einleiten.

Membrananlagen filtrieren das Prozesswasser über wasserdurchlässige Membranen. Die Verunreinigungen werden zurückgehalten und in flüssiger Form entsorgt. Das Filtrat kann in der Regel in die Kanalisation eingeleitet werden.

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