Stanznieten Böllhoff bekommt Großauftrag für den Porsche 911

Redakteur: Stéphane Itasse

Die auf Füge- und Schraubtechnik spezialisierte Böllhoff-Gruppe mit Sitz in Bielefeld hat vom Automobilhersteller Porsche SE, Stuttgart, einen Großauftrag erhalten. Böllhoff hat 50 prozessüberwachte Rivset-Stanznietsysteme geliefert, die im Porsche-Werk Zuffenhausen beim Porsche 911 zum Einsatz kommen.

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(Archiv: Vogel Business Media)

Im Karosseriebau des Porsche 911 werden diese vorrangig im Vorderwagen, aber auch im Hinterwagen eingesetzt, wie Böllhoff weiter berichtet. Speziell an den Vorderwagen würden hohe Anforderungen an ein Fahrzeug bezüglich der Karosserie-Crashperformance gestellt. Das kundenspezifische System umfasse sowohl die Lieferung der Montagesysteme wie auch die der Rivset Stanzniete.

Stanznietsysteme arbeiten flexibel und dokumentationssicher

Die für Porsche entwickelten Stanznietsysteme zeichneten sich durch hohe Flexibilität aus. So könnten unter anderem über kompakte Versorgungseinheiten unterschiedliche Verarbeitungswerkzeuge betrieben und Niettypen eingesetzt werden. Die Stanznietsetzwerkzeuge würden dabei sowohl stationär wie auch am Roboter eingesetzt.

Die Prozessdaten mehrerer Stanznietsetzwerkzeuge werden laut Böllhoff auf einem zentralen Visualisierungsleitstand dargestellt, ausgewertet und entsprechend archiviert. Somit sei für den Kunden eine Dokumentation der Prozessdaten über den Produktionszeitraum gegeben. Speziell abgestimmt würden auch die Prozessüberwachungsoberflächen der Systeme.

Stanznieten erweist sich als gute Verbindungstechnik für den Leichtbau

Bei der Karosserieentwicklung des Porsche 911 spielte die Gewichtsreduzierung eine große Rolle, wie es heißt. Die Rohbaustruktur der Karosserie sei in Hybridbauweise aus unterschiedlichen Stahl- und Aluminiumwerkstoffen hergestellt. Leichtbau im Automobilbau verlange nach neuen Verbindungstechniken. Der Einsatz moderner Werkstoff- und Mischbauweisen habe der Stanzniettechnologie neue Impulse gegeben. Bei diesem Verfahren könnten unterschiedliche Materialien in einem Arbeitsgang ohne Vorlochoperation hochfest sowie matrizenseitig gas- und flüssigkeitsdicht miteinander verbunden werden.

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