BVS-Gruppe BVS-Gruppe: Maschinenpark um acht Anlagen aufgestockt

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Neuer Schwung und Optimismus: Viele Bestandskunden der BVS-Gruppe haben ihre Bestellungen erhöht und in den kommenden Monaten startet ein Großprojekt für einen neu gewonnenen Kunden. Im Zuge dieser aussichtsreichen Geschäftsentwicklungen waren die Teams der BVS-Gruppe eifrig dabei insgesamt acht neue Maschinen und Anlagen in den Produktionshallen zu installieren

Firmen zum Thema

Blick ins Biegezentrum P2lean von Salvagnini bei BVS in Böblingen.
Blick ins Biegezentrum P2lean von Salvagnini bei BVS in Böblingen.
(Bild: BVS)

„Um der positiven Entwicklung einer Geschäftsbeziehung Rechnung zu tragen, haben wir uns entschieden ein weiteres Salvagnini-Biegesystem zu kaufen“, verkündet Harald Steiner, Geschäftsführer der BVS Blechtechnik in Böblingen. „Die Biegeanlage P2lean ist besonders für komplexe Abkantungen und große Werkstücke prädestiniert. Sie passt sich mit den universellen Biegewerkzeugen während des Zyklus an die Geometrie des Paneels an und ermöglichen wechselnde Produktionen. Die oberen und unteren Biegewangen, der Gegenhalter und Niederhalter sind universelle Werkzeuge, die in der Lage sind, die gesamte Bandbreite an Materialien und Stärken zu verarbeiten und das alles mit schnellen 17 Kantungen pro Minute (durchschnittlich).“

Da die BVS Blechtechnik bereits seit fünf Jahren gute Erfahrungen mit dem gleichen Modell der Salvagnini-Maschine gemacht hatte, fiel die Entscheidung klar zugunsten des italienischen Herstellers. Zudem bietet sich eine zweite identische Maschine im Falle eines Stillstands als Backup an, was Abhängigkeiten reduziert. Ein weiterer Pluspunkt ist die benutzerfreundliche Bedienung und die gleichbleibende Qualität der erzeugten Biegeprodukte – das schätzen die Fachkräfte bei BVS bereits an der bestehenden Anlage, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt.

Fünf Schweißzellen mit Schweißrobotern

Im Vorgriff eines Großauftrags wurden in Summe fünf Tru Arc Weld 1000 Schweißzellen für die BVS-Gruppe geordert und im Februar und März angeliefert. Harald Steiner gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von den Schweißzellen erzählt: „Wir sind mehr als angetan von der schnellen Umsetzung von Schweißteilen und der hervorragenden Schweißqualität der Trumpf-Schweißmaschinen mit Robotern“. Die Geschwindigkeit in der ein Teil gerüstet, programmiert und im Lichtbogenschweißen fertig geschweißt wird ist genial. Denn im wechselnden Betrieb können in den 2-Stationen der Schweißzelle auf der einen Seite die Teile gerüstet werden, während auf der anderen Seite der Roboter schweißt. Der anstehende Auftrag, bei dem ca. 4000 t Rohmaterial verarbeitet werden, ist so groß, dass die BVS Blechtechnik Unterstützung aus dem eigenen Firmenverbund der BVS-Gruppe erhält. Hierfür wurden zwei der fünf Schweißzellen in der BVS Systemtechnik in Schwerin aufgestellt – mit gemeinsamer Kraft ist die Realisierung der Schweißbaugruppen aus Edelstahl möglich. Bei BVS Blechtechnik blickt man auf 12 Jahre automatisiertes Laserschweißen zurück, was jedoch jetzt mit der extrem einfachen Programmierung an der Tru Arc Weld 1000 möglich ist, ist erstaunlich: über Taster am Schweißbrenner gibt der Facharbeiter den Schweißstart- und -endpunkt direkt ein. Dann wird der Roboterarm manuell von Wegpunkt zu Wegpunkt bewegt und schon sind die Schweißparameter und Vorlagen für Schweißprogramme hinterlegt, wie es weiter heißt.

Vielseitige Blechbearbeitung mit Stanz-Laser-Kombimaschine

Aus „alt“ hat BVS „neu“ gemacht. Nach elf Jahren Laufzeit wurde eine Stanz-Laser-Kombi-Maschine von Trumpf gegen eine neue Tru Matic 6000 mit Faserlaser ersetzt und steht für Prozesssicherheit. „Die Dünnblechmaschine mit Festkörperlaser garantiert einen hohen Wirkungsgrad in Stahl, Aluminium oder in Materialien wie Kupfer oder Messing. Sie ist somit die ideale Anlage für die Bearbeitung vermehrter Aufträge auf Basis von Buntmetallen“, erklärt Harald Steiner. Der vielfältige Einsatz zum Schneiden von komplizierten Konturen per Laser oder für Standardkonturen sowie Senkungen und Umformungen, erzeugt durch den Stanzkopf, war der Grund für die Wiederbeschaffung einer Kombinationsmaschine. War die alte Tru Matic mit einem CO2-Laser ausgestattet, so hat die neue Tru Matic 6000 jetzt einen Faserlaser. Mit Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 34 m/min ist die Stanz-Laser-Kombimaschine hochproduktiv, wie BVS mitteilt.

Obendrein weist die neue Tru Matic 6000 Fiber eine exzellente Energiebilanz aus, sie spart rund 47 Prozent an Energie im Vergleich zur Vorgängermaschine. Der eingesetzte „grüne“ Strom stammt bei BVS übrigens aus regenerativen Energiequellen. Zusammen sind das wichtige Komponenten für das BVS-Ziel einer nachhaltigen Produktion, wie das Unternehmen mitteilt.

Mit der vollautomatischen Anbindung ans Materiallager belädt der Sheet Master kontinuierlich die Maschine und sorgt für einen schnelles und prozesssicheres Be- und Entladen. Natürlich zählt der Tool Master, ein automatischer Werkzeugwechsler, ebenso zu den cleveren Lösungen für ein schnelles Handling der vielen Sonderwerkzeuge, mit der die Maschine bei BVS ausgestattet ist, freut sich das Unterenehmen.

Drehbank ergänzt Technologiezentrum

Noch zu erwähnen sei die Installation einer neuen Drehbank von GDW im Bereich der BVS-eigenen Werkstatt. Auf der modernen Drehbank können mit bis zu 3000 Umdrehungen/Minute Bolzen gedreht und Kleinteile erstellt werden. Sie kommt damit nicht nur für die Instandhaltung des BVS-Maschinenparks zum Zuge, sondern ist auch bei der Fertigung von Kundenteilen eingebunden, wie es heißt.