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Messer Cutting Systems / Stürmsfs

Dauerbrenner wird zum Brenner-Renner

| Redakteur: Frauke Finus

Die Stürmsfs AG nutzt unter anderem Plasmatechnologie in der Produktion. Um die Omnimat von Messer Cutting Systems noch produktiver zu machen, hat der Blechbearbeiter die Anlage jetzt an ein neues CAD/CAM-System angebunden.

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Bei der Stürmsfs AG im Schweizerischen Goldach zeigt sich, was mit Updates aus bewährten Maschinen herausgeholt werden kann: Eine 2013 angeschaffte Plasmaanlage Omnimat 6500L der Messer Cutting Systems GmbH glänzt nun mit deutlich höherer Produktivität.
Bei der Stürmsfs AG im Schweizerischen Goldach zeigt sich, was mit Updates aus bewährten Maschinen herausgeholt werden kann: Eine 2013 angeschaffte Plasmaanlage Omnimat 6500L der Messer Cutting Systems GmbH glänzt nun mit deutlich höherer Produktivität.
( Bild: Messer Cutting Systems )

Der Metallmarkt ist hart umkämpft. Nur wer sich den stetigen Herausforderungen mit entsprechenden Produkten und Dienstleistungen stellen kann, schafft es in die Topliga. In Goldach, inmitten der Appenzeller Alpen und direkt am Bodensee gelegen, hat die Stürmsfs AG ihren Sitz und bietet überdurchschnittliche Kompetenz rund um die Stahlverarbeitung. Bereits vor fünf Jahren erweiterte das Schweizer Unternehmen seinen Maschinenpark um die schnelle und effiziente Plasmatechnologie mit einer Omnimat 6500L von Messer Cutting Systems aus Groß-Umstadt. 2017 wurde dann für noch mehr Flexibilität unter anderem die CAD-/CAM-Software auf Sigma Nest umgestellt. Damit die Plasmaanlage die Neuerungen auch bestmöglich ins Blech bringen konnte, rückten die Messer-Techniker ihr mit einigen Modifikationen und Updates an die Aggregate und Steuerung.

Satte Leistung mit Luft nach oben

Schon von Beginn an war Stürmsfs mit der Leistung der Messer Omnimat sehr zufrieden. Dazu Daniel Welti, Bereichsleiter Produktion bei Stürmsfs: „Nachdem wir die Plasmatechnologie eingeführt hatten, konnten wir den Markt noch besser versorgen, da wir um einiges schneller als zuvor arbeiten konnten. So entfallen beispielsweise zusätzliche Arbeitsschritte wie manuelles Anbringen von Fasen oder Bohren von Löchern, da die Maschine alles in Kombination erledigt. Dank der Zusatzoption der Fasenanbringung haben wir sogar neue Kunden gewonnen.“ Doch die Anforderungen stiegen mit den neuen Optionen, und nicht zuletzt die aktualisierte Software machte es nötig, das bestehende Schneidsystem einer tiefergehenden Revision zu unterziehen.

Dazu wurde die komplette Produktionsinfrastruktur, die die Omnimat betrifft, untersucht und analysiert. „Eine der ersten Maßnahmen war, ein Update auf die neueste Maschinensoftware durchzuführen. Das hatte enormen Einfluss auf die Steuerung ‚Global Control‘ als Mensch-/Maschine-Schnittstelle sowie auf die Gesamtperformance der Omnimat – und das nicht zum Nachteil für Stürmsfs“, erläutert Boris Wiechmann, Projektleiter bei Messer Cutting Systems.

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Die dort eingesetzte Omnimat 6500L ist mit zwei Plasmaanlagen vom Typ Kjellberg Hifocus 360i, zwei Fasenaggregaten Skew Delta sowie einem Bohraggregat ausgestattet. „In Zusammenarbeit mit Sigma Nest haben wir den Postprozessor angepasst, sozusagen den ‚Repräsentanten‘ der Schneidmaschine in der Software, damit die Kommunikation zwischen beiden Systemen ohne Haken und Umwege schnell vonstattengehen kann“, so Boris Wiechmann.

Effektiv modifiziert

Bereits bei der Neuanschaffung der Omnimat hat Messer das Stürmsfs-Personal intensiv auf die Möglichkeiten mit der neuen Maschine geschult. Nun nach dem Update standen der neue Bohrprozess sowie die aktualisierten Fasen-Programme auf dem Lehrplan. „Die Schulungen in der Messer Academy haben sich schon damals gelohnt. Diesmal wurde das Bedienpersonal direkt vor Ort mit profundem Wissen rund um die Optimierungen geschult“, so Daniel Welti.

Die Verbesserungen an der Omnimat bei Stürmsfs waren tiefgreifend und wirkten sich auf sämtliche Bearbeitungsprozesse aus. Besonders die Effizienz des kompletten Schneidsystems erlebte einen immensen Schub. So wurden Nebenzeiten reduziert und der Abarbeitungszyklus verbessert. Dazu Welti: „Die Fasenprogramme profitieren vom Update, indem sie beispielsweise im Mehrbrennerbetrieb parallel mit beiden Fasenaggregaten markieren können. Und das bei sehr guten Ergebnissen.“

„Wir hatten aufgrund der Testläufe schon mit einer deutlichen Zeitersparnis gegenüber der alten Softwareversion der Omnimat gerechnet. Um das transparent und in Zahlen auszudrücken, ließen wir zuvor unter der alten Version ein Referenzprogramm abarbeiten, das eine Laufzeit von 24,5 Minuten ermittelte“, so Boris Wiechmann. Auf Kundenwunsch wurde das Referenzprogramm auch für eine neu angeschaffte Mitbewerber-Plasmaschneidmaschine ausgegeben, das in 19 Minuten durchlief. Den Messer-Technikern war in diesem Falle der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“ nicht ausreichend. „So warteten wir gespannt darauf, wie sich unsere Omnimat mit dem neuen Release schlagen würde. Nach nur 16,5 Minuten wurde das Programm beendet und unterbot damit die alte Laufzeit um 33 %. Und sogar dem Konkurrenzsystem rangen wir 2,5 Minuten, also 13 %, ab!“, freut sich Boris Wiechmann.

„Die Modifikationen und Updates haben die Performance des Gesamtsystems signifikant optimiert und vor allem dem Kunden einen enormen Mehrwert spendiert – und das mit einer Maschine, die immerhin schon fünf Jahre alt ist!“, resümiert Boris Wiechmann, Projektleiter bei Messer Cutting Systems.

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