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Laserschneiden für den Fahrzeugbau Deutsche Laser sichern Führung von Brasiliens Top-Anhängerhersteller

| Autor / Redakteur: Eveline Blohmer / Peter Königsreuther

In Brasilien sitzt Lateinamerikas größter Hersteller von Anhängern, Sattelaufliegern und Eisenbahnwaggons. Seit über zehn Jahren vertraut man auf deutsche Lasertechnik, um den Markterfolg zu sichern – jetzt wieder.

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1949 eröffneten die beiden Brüder Raul und Hercílio Randon eine Werkstatt für Industriemotoren – heute bietet der Randon-Konzern eine breite Produktpalette, die von Anhängern und Sattelaufliegern für Straße und Schiene, bis zu Spezialfahrzeugen und Autoteile reicht. Heute helfen Trumpf-Laserschneidanlagen bei der Produktivitätssteigerung mit.
1949 eröffneten die beiden Brüder Raul und Hercílio Randon eine Werkstatt für Industriemotoren – heute bietet der Randon-Konzern eine breite Produktpalette, die von Anhängern und Sattelaufliegern für Straße und Schiene, bis zu Spezialfahrzeugen und Autoteile reicht. Heute helfen Trumpf-Laserschneidanlagen bei der Produktivitätssteigerung mit.
(Bild: L. Lermen)

Wenn Daniel Randon an seinen Vater denkt, sieht er ihn durch den Betrieb gehen: Die Arme auf dem Rücken verschränkt, immer wieder innehaltend, um Mitarbeitern zuzuhören.

Raul Randon eröffnete gemeinsam mit seinem Bruder Hercílio 1949 im südbrasilianischen Caxias do Sul eine Werkstatt, in der sie Industriemotoren überholten. Als Raul im März 2018 mit 88 Jahren verstarb, hinterließ er seinem Sohn ein „riesiges Erbe“, wie der 42-Jährige sagt. Randon ist in Lateinamerika der größte Hersteller von Anhängern und Sattelaufliegern, fertigt aber auch Eisenbahnwaggons, Spezialfahrzeuge und Autoteile im großen Stil – in insgesamt 22 Fabriken.

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Nur mit Spitzentechnik kommt man weiter

Zu dem Konzern gehören zehn Unternehmen, eine Bank und ein 87 ha großes Testgelände. Insgesamt sind bei Randon nun über 11.200 Mitarbeiter beschäftigt.

Seit dem Frühjahr 2019 ist Daniel Randon CEO von Randon. Und was sein Vater begann, will er nicht einfach nur fortführen, sondern ausbauen für die Zukunft. „Unser Ziel ist es, die über sieben Jahrzehnte errungene Führungsrolle als Unternehmen mit Weitblick zu behaupten, indem wir mit Spitzentechnologien aktuelle Produkte gewährleisten und Trends antizipieren“, erklärt Randon – und treibt die Digitalisierung der Produktion voran.

Der Industrie- und Footprint-Manager Bernardo Bregoli Soares und der Industrieingenieur Jeferson Rossi Fenner sind tief drin in dem enormen Projekt Umrüstung. In diesem Jahr soll es abgeschlossen sein und Randon mit dem größten Laserschneidsystem ganz Lateinamerikas arbeiten, wie Soares sagt. Wobei Größe hier nicht gleichzusetzen ist mit vielen Maschinen.

Die Betriebskosten geben den Ausschlag

Denn Randon reduziert: 32 Maschinen für die Produktion der enormen Anhängerteile werden derzeit ausgetauscht gegen fünf Trulaser-Maschinen mit verschiedenen Laserleistungen. Hinzu kommen sechs Trubend-Biegemaschinen und ein Stopa-Lager, mit dem die Maschinen verbunden sind. „Mit dem neuen Fertigungssystem werden wir 80 % unserer Anhängerproduktion stemmen“, sagt Soares. Randon produziert täglich 120 Anhänger.

Mit Highspeed eine Nasenlänge voraus haben

Die Entscheidung von Soares‘ Projektteam für Trumpf-Maschinen liegt zum einen an der seit über zehn Jahren bestehenden Geschäftsbeziehung zu den Ditzingern, zum anderen aber an nackten Zahlen: „Für uns bedeutet das eine enorme Kostenreduktion. Wir haben drei verschiedene Anbieter verglichen.

Die Anschaffungskosten waren bei allen ungefähr gleich. Entscheidend waren die Betriebskosten“, erläutert Soares. Dass die bei den neuen Trumpf-Laserschneidmaschinen, die Randon jetzt nutzt, so gering sind, rechnen Soares und Fenner vor allem Highspeed Eco zu. Mit dem Schneidverfahren, das sich für alle Maschinen der Trulaser-Serie 5000 und einige der 3000er-Reihe eignet, sparen sie beim Laserschneiden bis zu 30 % Gas, erklärt Fenner.

Das entscheidende Detail, welches das ermöglicht, ist eine innovative Düse, die in Abhängigkeit vom Material sogar bis zu 70 % Gaseinsparung ermöglicht. Trumpf hat die Düsen so designt, dass das Schneidgas strömungsoptimiert durch sie hindurch in den Schnittspalt gelangt. Die Düse ist modular aufgebaut: Das Innenteil ist beweglich und passt sich so jeder Oberfläche an – auch unebenen.. Die Folge, die Randon schon jetzt an besagtem Rückgang des Gasverbrauchs spürt: Das Schneidgas entweicht kaum und kommt direkt im Schnittspalt an.

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