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Die 19. Schweissen & Schneiden war ein voller Erfolg

| Redakteur: Frauke Finus

Sie sind Motor für viele Wirtschaftszweige weltweit: Die Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik wird für die Industrie immer entscheidender. Das hat sich auch im Erfolg der 19. Schweissen & Schneiden wider gespiegelt.

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Als Tendenz zeichnete sich laut Messe Essen dieses Jahr ein wachsendes Interesse der Fachbesucher an Automatisierung und Robotik, auch bei manuellen Schweißern, ab.
Als Tendenz zeichnete sich laut Messe Essen dieses Jahr ein wachsendes Interesse der Fachbesucher an Automatisierung und Robotik, auch bei manuellen Schweißern, ab.
(Bild: Messe Essen)

Die Messe Essen und der DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. als ideeller Träger und langjähriger Partner begrüßten nach eigenen Angaben rund 50.000 Besucher aus mehr als 120 Ländern, in diesem Jahr aufgrund der Modernisierung der Messe Essen einmalig in Düsseldorf. Darunter waren vor allem Entscheider aus den Branchen Automobil- und Fahrzeugbau, Schiffsbau, Maschinen- und Anlagenbau, Rohrfertigung und -leitungsbau, Bergbau sowie dem Baugewerbe, der chemischen Industrie und der Herstellung von Metallerzeugnissen, die ein Ordervolumen in Höhe von 2 Mrd. Euro generierten, wie es heißt.

„Die Fachlichkeit der zahlreichen Messebesucher war sehr gut, und die Entscheiderdichte auf sehr hohem Niveau“, so der Tenor der Aussteller. Dabei spielte der Branche auch die gute wirtschaftliche Lage in die Karten: Die Industrie in der Eurozone wie auch global ist so zuversichtlich wie seit Jahren nicht mehr.

Neue Fachbereichsstruktur kam an

Rund 1035 Aussteller (2013: 1.017) aus 41 Nationen (2013: 40) haben fünf Tage lang auf der Schweissen & Schneiden ihre Innovationen präsentiert – insgesamt lag die ausländische Beteiligung bei knapp 64 % (2013: 61 %), wie der Veranstalter mitteilt. Auch auf Seiten der Besucher habe die Messe eine hohe Internationalität verzeichnet. 66,3 % (2013: 47,6) des Publikums reisten aus dem Ausland an. Zudem habe die Entscheiderdichte mit 83,0 % über dem bereits sehr guten Wert der Vorveranstaltung (81,2 %) gelegen.

Die Aussteller bewerteten die Besucherstruktur nach Veranstalterangaben insgesamt positiv. Für weitere Zufriedenheit habe die Platzierung der Unternehmen in den Hallen gesorgt, die in diesem Jahr fünf Themenbereichen folgte: Aktuelle Entwicklungen und Innovationen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette konnten nun gezielter und kompakter angesteuert werden, was durchgängig als sehr gut bewertet wurde und auf der nächsten Messe im Jahr 2021 in Essen fortgesetzt werde. Auch die Besucher ziehen eine erfolgreiche Bilanz und planen nahezu vollständig ihre Teilnahme für die kommende Ausgabe der Messe (94,0 %; Vorveranstaltung: 92,8 %), wie es heißt.

Orderplattform: Jeder dritte Besucher bestellte auf der Messe

76 % der Aussteller (2013: 66 %) and 71 % der Besucher (2013: 64 %) bewerteten nach Mitteilung des Veranstalters die aktuelle wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens als günstig bis sehr günstig. Erstere zeigten sich äußerst zufrieden mit der daraus resultierenden hohen Investitionsbereitschaft der Fachbesucher: Jeder dritte orderte bereits auf der Messe Maschinen, Werkstoffe oder Zusatzstoffe oder plant konkretes Nachmessegeschäft, wie die Messe Essen berichtet.

„Diese hervorragenden Zahlen dokumentieren den Status der Schweissen & Schneiden als unangefochtene Nummer Eins der Branche. Einmal mehr hat sie als Leitmesse der Füge-, Trenn- und Beschichtungsbranche den Nerv getroffen“, resümierte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. „Wir haben Aussteller und Besucher passgenau zusammengebracht. So ist die Sschweissen & Schneiden 2017 erneut zum Impulsgeber und Treiber der ganzen Branche geworden.“ Das bekräftigt auch der ideelle Partner der Messe, der DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. in Person von Hauptgeschäftsführer Dr.-Ing. Roland Boecking: „Das gute Messegeschäft können unsere Mitgliedsfirmen und wir bestätigen. Während der Messelaufzeit hat sich dieser Eindruck in vielen Gesprächen verfestigt.“

Wichtige Trends: Industrie 4.0 und Additive Fertigung

Als Tendenz zeichnete sich laut Messe Essen dieses Jahr ein wachsendes Interesse der Fachbesucher an Automatisierung und Robotik, auch bei manuellen Schweißern, ab: Generell gehe der Bedarf in Richtung Connectivity, denn das Thema Industrie 4.0 durchdringe die Branche. Einer der Gründe dafür sei, dass entsprechende Systeme zunehmend erschwinglich werden.

Dies treffe im selben Maße auf die Additive Fertigung zu, deren Bedeutung in Branchen mit langen Produktlebenszyklen weiter zunehme. In der Automobil-, Luftfahrt- und Schwermaschinenindustrie habe sie sich bereits durchgesetzt. Auch die Anwendungsbereiche der additiven Fertigung, etwa mittels Lichtbogentechnik, sind in den letzten vier Jahren stetig gewachsen, wie es heißt. Die Herstellung von großen und komplexen Strukturen sei ein Trend, der sich auch zukünftig fortsetzen werde, bestätigt Dr. Jörg Hildebrand von der Technischen Universität Ilmenau. Ein zweiter Trend bestehe in der Verarbeitung von unterschiedlichen Werkstoffen zu hybriden Strukturen. Auf der Schweissen & Schneiden stellten Global Player wie Newcomer ihre Innovationen zu diesem Thema vor – beispielsweise eine Maschine zur Oberflächenbehandlung per Auftragsschweißen sowie ein neues Verfahren für die Herstellung von metallischen Bauteilen: Die revolutionäre Produktionstechnologie des 3D-Metalldrucks bietet die Vorteile des dreidimensionalen Drucks nun auch bei Metall, heißt es weiter.

Messe und DVS Congress parallel: Gelegenheit zum Wissenstransfer

Ausgezeichnet angenommen wurde laut Veranstalter die Messe auch als globale Plattform für den fachlichen Austausch. Am DVS-Gemeinschaftsstand standen den Besuchern die Ansprechpartner aus den verschiedenen DVS-Unternehmen außerdem zu den Themen „Moderne Ausbildung in der Schweißtechnik", „Moderne Medien", „Netzwerk – Karriere – Forschung" und „Dienstleistungen für Industrie und Handwerk" Rede und Antwort. Dort erwarteten das Messepublikum, wie es heßt, außerdem ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und verschiedene Schweißtrainer, an denen täglich Wettbewerbe angeboten wurden.

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