Forschung

Die Suche nach dem Preis der Additiven Fertigung

| Autor: Simone Käfer

Wie viel die Additive Fertigung ein Unternehmen kostet, ist eine Rechnung mit vielen Faktoren. Studierende aus Aalen sind auf der Suche nach einer nützlichen Kostenanalyse.
Wie viel die Additive Fertigung ein Unternehmen kostet, ist eine Rechnung mit vielen Faktoren. Studierende aus Aalen sind auf der Suche nach einer nützlichen Kostenanalyse. (Bild: gemeinfrei (Loufre, pixabay) / CC0)

3D-Druck ist teurer als konventionelle Verfahren. Wirklich? Auf der Suche nach dem wahren Preis der Additiven Fertigung sind Studierende der Hochschule Aalen.

Ein Projekt der Hochschule Aalen unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Holzbaur befasst sich mit der Kostenkalkulation für die Additive Fertigung. Der aktuelle Stand zeigt, dass sehr viele Faktoren in die Preisbildung einfließen, was eine Kostenanalyse komplex gestaltet. Auch die stetig wachsend Anzahl an additiven Verfahren und Materialien stellt die Studierenden vor Herausforderung.

Derzeit arbeiten sie mit einer Rechnung, die sich scheinbar in den Details verläuft. Beispielsweise sind die monatlichen Weiterbildungskosten für Mitarbeiter enthalten und die Arbeitszeit des benutzten Computers. Doch zeigt sich so erst der volle Umfang einer benötigten Investition. Außerdem kristallisierten sich in Gesprächen mit Anwendern und bei Versuchen Elemente heraus, die hohe Kosten verursachen. Demnach erscheint es sinnvoll, in einen für die Additive Fertigung ausgebildeten beziehungsweise einen darin erfahrenen Konstrukteur zu investieren, da sowohl seine Arbeitszeit ins Geld geht als auch wiederholtes Konstruieren, sollte das gedruckte Bauteil nicht den gewünschten Anforderungen entsprechen.

Die versteckten Gewinne der Additiven Fertigung

Bereits das Zwischenergebnis der Wissenschaftler erweckt den Eindruck, als läge der Kostenfaktor für die Additive Fertigung wesentlich höher als auf den ersten Blick vermutet. Laut Anwendern ist der 3D-Druck jedoch nur auf den ersten Blick teurer. Es seien die Kosten, die in einer Standardrechnung nicht vorkommen, die für die neuen Fertigungsverfahren sprechen. So erklärt Ulf Schliephake von der Brechmann-Gießerei, dass sie durch 3D-Druck die Lieferzeiten für Prototypen von acht Wochen auf eineinhalb Wochen reduzieren können. Wartet Beispielsweise ein Schiff im Hafen auf ein Ersatzteil, sind das Einsparungen von mehreren 10.000 Euro. Aber auch in kleineren Dimensionen ist Sparpotenzial erkennbar. So können Ersatzteile, die nicht lieferbar sind, selbst hergestellt und oft sogar verbessert werden.

Die Studenten der Hochschule Aalen werden noch mindestens bis zum Ende des Wintersemester 2017/2018 an der Kostenkalkulation für die Additive Fertigung arbeiten.

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