Compositeverarbeitung Dieffenbacher beschleunigt die SMC-Verarbeitung

Redakteur: Peter Königsreuther

SMC steht für Sheet Molding Compound. Das sind teigartige Halbzeuge aus Harz und Fasern, aus denen sich Compositeteile herstellen lassen. Mit Dieffenbacher-Anlagen geht das jetzt schneller.

Firma zum Thema

Prinzip einer Dieffenbacher-SMC-Verarbeitungsanlage (Sheet Molding Compound) für die vollautomatische Fertigung großflächiger Compositebauteile. Dazu gehören etwa Lkw-Stoßfänger oder Pkw-Heckklappen. Sie punkte durch kurze Zykluszeiten und reduziere den Ausschuss.
Prinzip einer Dieffenbacher-SMC-Verarbeitungsanlage (Sheet Molding Compound) für die vollautomatische Fertigung großflächiger Compositebauteile. Dazu gehören etwa Lkw-Stoßfänger oder Pkw-Heckklappen. Sie punkte durch kurze Zykluszeiten und reduziere den Ausschuss.
(Bild: Dieffenbacher)

Automobilzulieferer nutzen die SMC-Verarbeitung beispielsweise zur Herstellung von Bauteilen, wie Lkw-Stoßfänger oder Pkw-Heckklappen. In der Logistik und der Baubranche werden zum Beispiel Paletten, Türmodule, Lichtschächte, Schaltkästen oder Komponenten für Schienenfahrzeuge aus SMC gefertigt, zählt Dieffenbacher weiter auf. Während die Industrie meist noch manuelle, also relativ zeitaufwendige, Verfahren anwendet, entdeckten immer mehr Unternehmen die Vorteile vollautomatisierter SMC-Anlagen, wie sie Dieffenbacher anbietet. Das spart Zeit, Herstellkosten und erhöht die Produktivität, wie es weiter heißt.

SMC-Chargenwechsel klappt mindestens 60 Prozent schneller

Im manuellen Betrieb verursacht beispielsweise der zeitraubende Wechsel des SMC-Eingangsmaterials ständige Produktionsunterbrechungen. Das Problem entschärft das Schnellwechselsystem, das Dieffenbacher implementieren kann. Es reduziert die üblichen Rüstzeiten auf ein Minimum, weil es den Materialwechsel parallel zum laufenden Betrieb erlaubt. Außerhalb der Anlage vorbereitet, wird die Schnellwechselvorrichtung mit der neuen SMC-Charge per Knopfdruck in die Anlage eingefahren und automatisch eingeführt, sobald die vorherige Charge verbraucht ist, erklärt der Maschinenbauer. Konkreter werdend, schrumpft laut Dieffenbacher die Zeit für einen Chargenwechsel damit von rund 10 Minuten auf höchstens 4 Minuten.

Bei komplexem Lageraufbau prozesssicher fertigen

Weil auch der manuelle Schneid- und Stackingprozess (das Aufschichten bei mehrlagigen Bauteilen) fehleranfällig und zeitaufwendig ist, gibt es eine automatisierte Schneidperipherie. Sie kann vollautomatisch mit einem Paketierportal kommunizieren, um so mehrere komplexe Legebilder mit verschiedenen Schnittmustern gleichzeitig abbilden zu können. Abweichungen im Stack-Gewicht werden mithilfe eines aktiven Kompensationsschnitts automatisch korrigiert und Gewichtstoleranzen im Halbzeug zuverlässig eingehalten, betont Dieffenbacher. Damit sei auch im Falle einer hohen geometrischen Komplexität des SMC-Lagenaufbaus die maximale Reproduzierbarkeit garantiert.

Maximierte SMC-Materialeffizienz schont die Umwelt

Die Automatisierung bietet noch weitere Vorteile, klärt Dieffenbacher auf. Denn Materialreste und Ausschuss aus der SMC-Produktion belasten die Umwelt, ihre Entsorgung als Sondermüll ist deshalb aufwendig und teuer. Mit flexiblen Schneidgeometrien, die das Eingangsmaterial optimal ausnutzen und den Verschnitt minimieren, schont die intelligente Dieffenbacher-SMC-Schneidtechnik also auch die Umwelt und reduziert nicht zuletzt die Entsorgungskosten für Reste.

(ID:47531854)