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Messe Düsseldorf Dieses Jahr ist wieder Tube: Interview im Vorfeld der Messe

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Vom 30. März bis 3. April öffnen die Weltleitmessen für Draht, Kabel und Rohre, Wire und Tube, ihre Tore erneut in Düsseldorf. Blechnet sprach mit Friedrich-Georg Kehrer, Global Portfolio Director Metals and Flow Technologies bei der Messe Düsseldorf.

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Friedrich-Georg Kehrer ist Global Portfolio Director bei der Messe Düsseldorf.
Friedrich-Georg Kehrer ist Global Portfolio Director bei der Messe Düsseldorf.
(Bild: Messe Düsseldorf)

Was gibt es Neues rund um die beiden Fachmessen?

Es gibt einige Neuerungen rund um unsere Branchenhighlights Wire und Tube, aber auch auf dem Düsseldorfer Messegelände selbst. Wir werden mit rund 2.600 Ausstellern aus 65 Ländern an die guten Anmeldeergebnisse der Vorveranstaltungen 2018 anschließen können. Belegt sind wieder 16 Messehallen mit insgesamt über 120.000 Quadratmetern netto.

Dabei haben wir gleich mehrere Premieren und neue Kampagnen. In den Messehallen 16 und 17 präsentiert sich erstmals die gesamte Wertschöpfungskette für Befestigungselemente (Fasteners) und technische Federn (Springs). Neben Maschinen und Anlagen werden jetzt auch deren Endprodukte in Form von Befestigungen, Verbindungen und technische Federn gezeigt. Für Hersteller, Händler und Einkäufer von Schrauben, Halterungen, Bau- und Beschlagteilen, Federn aller Art und Drahtbiegeteilen ist die Wire damit ab 2020 die neue Informations- und Orderplattform.

Außerdem läuft um ersten Mal die Kampagne Eco-Metals für die Fachmessen Wire und Tube: Aussteller, die sich besonders engagieren in den Bereichen energiesparende Produktion, Material- und Ressourceneffizienz, klimaverträglicher Einsatz erneuerbarer Energien oder optimiertes Energiecontrolling können bei der Kampagne mitmachen. Ihre Stände werden durch einen entsprechenden Aufkleber besonders gekennzeichnet, sie werden durch begleitenden Presse- und Marketingmaßnahmen hervorgehoben und können Teil der täglichen Eco-Metals-Trails werden. Interessierte Fachbesucher können sich im Vorfeld online anmelden, um an einer Eco-Metals-Tour teilzunehmen. Auch spontane Teilnehmer vor Ort sind natürlich willkommen. Treffpunkt ist der Eco-Metals-Informationscounter im Eingang Nord.

Gibt es auch etwas Neues auf Seiten der Tube?

Premiere für die Tube-Aussteller der Bereiche Rohrherstellung, Rohrzubehör und Rohrhandel in der neuen Messehalle 1. Mit 158 m Länge, 77 m Breite und mehr als 12.000 Quadratmetern Fläche entspricht sie dann in etwa der Größe der Hallen 8a und 8b zusammen. Technisch wird die neue Halle 1 den hohen Standards des gesamten Messegeländes gerecht. Erschlossen wird sie über sieben Tore, Abhängungen von der Hallendecke sind ebenso möglich wie die technische Versorgung der Stände mit Strom, Wasser und Druckluft über den Hallenboden.

Für Fußgänger ist die Halle über eine Brücke im 1. Obergeschoss mit dem Congress Center Düsseldorf (CCD Süd) verbunden. Neben der Anbindung an die Hallen 3 und 4 führt eine Magistrale vom Südeingang direkt auf das übrige Messegelände.

Wie haben sich die Branchen entwickelt? Mit welchen Innovationen werden die Aussteller wieder Impulse setzen?

Die Aussteller der wire – der weltweit wichtigsten internationalen Fachmesse für Draht und Kabel – sowie der Tube – der internationalen Nr. 1 Fachmesse der Rohrindustrie – präsentieren ihre technologischen Highlights einem internationalen Fachpublikum. Die Leitmessen sind also ein Muss für die gesamte Branche. Wire und Tube verstehen sich als Impulsgeber – gerade auch in Zeiten, die von einer gewissen Unsicherheit durch handelspolitische Spannungen zwischen den USA, China und Europa und dem Brexit in Großbritannien geprägt sind.

Wichtige Bedarfsträger bleiben laut der deutschen Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre unter anderem die Energieindustrie, die Automobilbranche und der Maschinenbau. Entsprechend groß sind die Herausforderungen auch für die Draht- und Kabelindustrie: Wirtschaftliche Unberechenbarkeit im Zuge zunehmender protektionistischer Tendenzen belasten die Branche laut der Eisendraht- und Stahldraht-Vereinigung (ESV) aus Deutschland.

Aber: Mehr Kabel, mehr Leitungen und mehr Drähte sind die positiven Folge der sich ständig und rasant verändernden Mobilität. Die Ansprüche bezüglich Innovationen und Flexibilität an die Branche wachsen, neue Antriebstechniken, der Bereich autonomes Fahren oder Elektromobilität bestimmen das Denken und Handeln in den Chefetagen. Auch die zunehmende Intelligenz im Fahrzeug und die stärker werdenden Multimediaanforderungen der Nutzer erhöhen den Bedarf.

Was bietet die Tube 2020?

Die Weltleitmesse zeigt den gesamten Bereich der Branche – von der Rohrherstellung über die Rohrbearbeitung bis hin zu Rohrverarbeitung und den Handel mit Rohren. Alle wesentlichen Aspekte der Rohrbranche befinden sich im Angebot der Tube. Profile und Maschinen, Prüftechnik und Spezialgebiete, Maschinen zur Herstellung von Rohren sowie Gebrauchtmaschinen. Unverzichtbar für die Branche sind auch Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Rohmaterialien, Rohre und Zubehör. Thema der Tube ist ferner der Handel mit Rohren aus FE-Metall, NE-Metall, Kunststoff, Glasfaser, Glas, Keramik, Beton und Faserzement. Außerdem werden Werkzeuge zur Verfahrenstechnik und Hilfsmittel präsentiert.

Aus welchen Ländern kommen Aussteller und Besucher?

Unserer Aussteller kommen primär aus Italien, Großbritannien, Frankreich, der Türkei, den Niederlanden, Belgien, Spanien, der Schweiz, Schweden, Österreich, Polen und Deutschland. Aus Übersee reisen Unternehmen aus den USA, Indien, Taiwan, Südkorea und China nach Düsseldorf.

Erwartet werden erneut rund 70.000 Fachbesucher an fünf Messetagen. Die meisten Messegäste werden aus den starken Produktions- und Abnehmerländern wie Italien, Belgien, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz, Österreich, Russland, der Türkei und Deutschland kommen. Aus Übersee kommen viele Besucher aus den USA, Brasilien, Indien und China.

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