Ressourceneffizienz

Effizienz in der Produktion heißt auch umdenken im Prozess

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Abschließend noch zwei Fragen zum Exzellenzzentrum mit Volkswagen. Was ist gewachsen?

Neugebauer: Im Exzellenzzentrum mit Volkswagen haben wir im letzten Jahr mit Startprojekten in einer Größenordnung von etwa 2 Mio. Euro Vorlaufprojekte entwickelt, insbesondere für den Karosserie- und den Bereich intelligenter Werkzeuge.

In diesem Jahr im Januar wurde nun ein gemeinsames Boardkomitee ins Leben gerufen. Da sind Produktionsplaner und -entwickler von Volkswagen und Audi und von der Fraunhofer-Gesellschaft drin. Mitarbeiter von Audi, von Volkswagen und vom Fraunhofer-Institut können sich bei diesem Gremium mit Projekten bewerben und dieses entscheidet, welche Projekte im Exzellenzzentrum letztendlich bearbeitet werden.

Hat die derzeitige Krise in der Automobilindustrie keinen Einfluss auf die Projekte, die im Exzellenzzentrum laufen?

Neugebauer: Es gibt laufende Projekte in erheblicher Größenordnung zwischen Volkswagen, Audi und uns. Im Moment sind diese Projekte in ihrer Zielsetzung, in ihrer Laufzeit und in ihrer Wichtung unverändert fortgesetzt worden. Von beiden Seiten.

Das Exzellenzzentrum hat ja insgesamt drei Facetten. Eine Facette sind die Projekte, die wir bearbeiten. Das ist das Herzstück.

Die zweite Facette ist die Forschungsfabrik für ressourceneffiziente Produktion der Fraunhofer-Gesellschaft, in der ja diese Projekte des Exzellenzzentrums umgesetzt werden. Da sind wir ein ganzes Stück weiter. Wir hatten in Chemnitz eine Investition für 14 Mio. Euro bewilligt bekommen, die durch die Fraunhofer-Gesellschaft aufgestockt wurde auf insgesamt 24 Mio. Das zeigt, dass diesem Thema nach wie vor eine hohe Bedeutung beigemessen wird.

Und das dritte Standbein sind natürlich die Mitarbeiter. Wir haben vereinbart, dass Mitarbeiter von Audi und Volkswagen bei uns, bei Fraunhofer, eine Wissenschaftlerlaufbahn aufnehmen und an der TU Chemnitz promovieren können, also freigestellt werden bei Volkswagen und Audi. Die ersten Doktoranden von Audi und von Volkswagen sind bereits bei uns integriert. Der Transfer durch Köpfe ist also im Gang. Hier soll ein wirkliches Exzellenzteam entstehen.

Also, es ist richtig gut angelaufen. Es macht Sinn, vernünftig weiter an Zukunftskonzepten und Technologien zu arbeiten. Wenn alle anfangen, nervös zu werden, bremst dies die Motivation und lähmt die Wirtschaft.

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