Transfluid auf der Tube 2018

Fertigungszelle passt sich flexibel an Rohrgrößen an

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Biegeroboter können kurze oder lange Rohre gleichermaßen biegen.
Die Biegeroboter können kurze oder lange Rohre gleichermaßen biegen. (Bild: Transfluid)

Eine flexible Fertigungszelle für unterschiedliche Rohrgrößen hat Transfluid Maschinenbau entwickelt.

Zum einen biegt das speziell entwickelte Automationssystem 6 m lange Rohre mit kleinem Durchmesser bei konstant hoher Geschwindigkeit, wie der Maschinenbauer mitteilt. Gleichzeitig ist die Transfluid-Fertigungszelle in der Lage, kürzere Rohrleitungen von 500 mm mit vielfältiger Bogengeometrie in großen Stückzahlen zu fertigen.

Zwei unterschiedliche Magazine führen die Rohre zu

Damit die Fertigung sicher, schnell und sorgfältig umgesetzt werden kann, hat der Maschinenbauer nach eigenen Angaben zwei Roboter, die als Biegemaschinen im Einsatz sind, mit jeweils unterschiedlichen Magazinen ausgestattet. Ein Magazin ist ein Kettenförderer. Er führt dem Biegeroboter lange Rohre zu.

Anhand der markierten Rohre erkennen die Roboter, welche Geometrien sie umsetzen müssen. Dabei sind sie in der Lage, ein langes Rohr jeweils von einer Seite zur Mitte hinzubiegen. Im Anschluss an die Bearbeitung wird das Werkstück auf einer Rutsche abgelegt.

Zusätzlich verfügt die Biegezelle über einen separaten Stufenförderer. Er führt die kurzen Rohrlängen zu - falls erforderlich auch zwei unterschiedliche Rohre. Jeder Roboter verarbeitet dann je nach Fall eine andere Geometrie oder Rohre mit einem anderen Durchmesser. So kann sehr effizient eine größere Serie kurzer Bauteile parallel gefahren werden. Und ebenso effektiv auch lange Bauteile.

Automationssystem macht Rohrbearbeitung kostengünstiger

„Eine weitere Herausforderung bei der Entwicklung war es, dass die Rohre alle beidseitig mit umgeformten Enden versehen sind oder hier bereits über aufgezogene Schneidringe verfügen“, sagt Stefanie Flaeper, Geschäftsführerin bei Transfluid. „Per Robotertechnik kann an beiden bereits montierten Enden mit kurzer Distanz zum Bogen mit der Biegegeometrie begonnen werden. Und der Ablauf – erst die Enden präparieren und dann biegen – kann mit dieser Biegetechnik bei allen Rohren umgesetzt werden.“

Damit ist die vorherige Bearbeitung der Enden um ein Vielfaches kostengünstiger und schneller realisierbar, wie es heißt. Es gibt keine geometrischen Einschränkungen durch diesen Ablauf, und das Rohr kann vorher mit Stopfen verschlossen werden. So ist es nach dem Biegen sofort einsetzbar.

Zusätzlich zur Flexibilität sorgt das Automationssystem dafür, dass die Roboter nicht programmiert werden müssen. Wie bei jeder herkömmlichen Biegemaschine können auch die Biegeroboter direkt aus dem CAD-System die Daten laden und in eine Biegegeometrie umwandeln. So gehört auch die Hemmschwelle des Programmierens der Vergangenheit an. Und online können die Systeme mit allen relevanten Messsystemen verknüpft werden.

Transfluid auf der Tube 2018: Halle 5, Stand G34

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