Fertigungsautomatisierung Flexibles Fertigungssystem zur Produktion großer Serien

Autor / Redakteur: Pekka Tuhkanen / Reinhold Schäfer

Vor allem bei der automatisierten Produktion kleiner Serien konnten Anlagen mit integriertem flexiblem Fertigungssystem (FFS) ihre Stärken ausspielen. Doch der Einsatz von FFS kann auch für die Großserie wirtschaftliche Vorteile bringen.

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Flexible Fertigungssysteme in Verbindung mit dem automatischen Be- und Entladen von Maschinen werden wohl in Zukunft mit Fokus auf eine kosteneffizientere Fertigung noch häufiger in verschiedensten Produktionsumgebungen zu sehen sein. Bild: Fastems
Flexible Fertigungssysteme in Verbindung mit dem automatischen Be- und Entladen von Maschinen werden wohl in Zukunft mit Fokus auf eine kosteneffizientere Fertigung noch häufiger in verschiedensten Produktionsumgebungen zu sehen sein. Bild: Fastems
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit dem Wunsch nach mehr Wettbewerbsfähigkeit haben sich flexible Fertigungssystemr (FFS) mittlerweile als zuverlässige und wirtschaftliche Produktionssysteme vor allem in der Serienfertigung etabliert. Die Nachfrage nach flexiblen Fertigungssystemen (FFS) nimmt zu. Kein Wunder, denn angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise steigt der Kostendruck und damit auch die Bereitschaft, mehr über die Kosteneffektivität in der Produktion nachzudenken.

Eine höhere Kosteneffizienz lässt sich bekanntlich über eine Steigerung der Maschinenbetriebsstunden erzielen, um einen Großteil der potenziell zur Verfügung stehenden 8760 h im Jahr für die Bearbeitung ausschöpfen zu können.

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FFS braucht in der Großserienfertigung nur wenige Palettenvorrichtungen

Vor diesem Hintergrund schien der Einsatz von flexiblen Fertigungssystemen (FFS) in der Großserienfertigung bislang nicht interessant zu sein. Die Erfahrungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit und vor allem Flexibilität solcher Systeme führen mittlerweile jedoch zu einem Umdenken. Doch welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, damit sich die FFS-Technologie bei der Fertigung von großen Serien überhaupt lohnt? Eine zugegeben profane, aber entscheidende Bedingung ist zunächst, dass man bei der Planung der Großserienfertigung überhaupt ein integriertes automatisches Beladen der Palettenvorrichtungen ins Kalkül zieht.

Während sich ein typisches FFS durch eine hohe Anzahl an Palettenvorrichtungen und/oder ein große Teilevarianz bei den Werkstücken auszeichnet, benötigt ein flexibles Fertigungssystem in der Großserienfertigung nur wenige Palettenvorrichtungen. Als Faustregel galten dabei je nach Taktzeiten mindestens zwei bis drei Palettenvorrichtungen pro Spindel. Sollten zwei Maschinen an einem flexiblen Fertigungssystem (FFS) angebunden und für die Bearbeitung eines Werkstückes zwei Aufspannungen notwendig sein, sind in einem solchen System vier Paletten das absolute Minimum.

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